Zahnmedizin in der Tierarztpraxis: Warum Dentalleistungen den Unterschied machen
Zahngesundheit in der Tierarztpraxis – ein unterschätzter Leistungsbereich.
Zahnerkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Kleintieren – und gleichzeitig zu den meist unterschätzten. Dabei bieten Dentalleistungen nicht nur medizinisch enormen Mehrwert, sondern auch strategische Chancen für Ihre Tierarztpraxis: zur Kundenbindung, Positionierung und Umsatzsteigerung.
Ein aktueller Fachartikel im Magazin Today’s Veterinary Practice bringt es auf den Punkt:
„Dental patients often have significant comorbidities… Anesthesia‐free dentistry is not a viable treatment option.“
➤ Quelle: Anesthetic Strategies for the Dental Patient – Today’s Veterinary Practice
- Professionelle Zahnsanierung ist Pflicht – nicht Kür. Zahnbehandlungen ohne Narkose sind laut Artikel nicht nur unwirksam, sondern riskant.
- Parodontalerkrankungen beeinflussen die Allgemeingesundheit. Laut Autorinnen kann eine unbehandelte Parodontitis das Risiko für Herz‑ und Nierenerkrankungen erhöhen.
- Auch geriatrische oder multimorbide Tiere brauchen Zahnpflege. Entscheidend ist die sorgfältige Vorbereitung, individuell angepasste Narkose und das richtige Management.
- Zahnmedizin bedeutet Verantwortung UND wirtschaftliches Potenzial. Die Autorinnen empfehlen: „Dental care should be encouraged… especially in patients with systemic conditions.“
So setzen Sie das in Ihrer Tierarztpraxis um – mit den Dentaltools von RUHMservice
Um Dentalleistungen in deiner Praxis sichtbar, verständlich und wirksam zu machen, brauchst du starke Kommunikation. Genau hier setzen die Dentaltools von RUHMservice an:
| Tool | Nutzen |
|---|---|
| Poster & Flyer | Wecken Interesse und bieten Gesprächsanlass am Empfang |
| Recall‑Karten & Nachsorgezettel | Sichern Folgeumsätze durch professionelle Patientenbindung |
| Individuelles Branding | Unterstreicht Ihre Praxis als kompetente Anbieterin moderner Zahnmedizin |
Tipp: Viele Tierarztpraxen berichten mir, dass durch gezielte Dentalkommunikation die Nachfrage nach Zahnbehandlungen ganz erheblich gestiegen ist – bei gleichzeitiger Steigerung der Kundenzufriedenheit. Perfekt!
Fazit
Zahnmedizin ist kein Nebenprodukt oder „nice to have“ – sondern ein zentrales Leistungsfeld mit hoher medizinischer und wirtschaftlicher Relevanz einer Tierarztpraxis. Wenn Sie Ihr Team entsprechen schulen, Ihre Kunden aufklären und auf starke, bewährte Tools zurückgreifen, wird aus „Zahnstein entfernen“ ein echter Mehrwert für Ihre Tiere, Ihre Kunden – und Ihre Tierarztpraxis.
Nutzen Sie jetzt die passenden Dentaltools – stets individuell gestaltet im Design Ihrer Tierarztpraxis – zu den Dental-Tools für Tierarztpraxen [hier klicken]
Marketing für die Tierarztpraxis? Wir brauchen alles nur kein Marketing…
Marketing für die Tierarztpraxis? Wir brauchen alles nur kein Marketing und damit neue Patienten…
Diesen Satz höre ich von Tierärztinnen und Tierärzten immer wieder. Das Wartezimmer ist voll, der Anrufbeantworter platzt und das Team ist längst über dem Limit. Praxismarketing ist für Tierärztinnen und Tierärzte meist nicht die erste Priorität. „Warum neue Patienten gewinnen, wenn die Praxis auch so voll ist?“
Aber genau hier liegt der Denkfehler:
Praxismarketing ist nicht nur ein Werkzeug zur Neukundengewinnung oder die Umsetzung von spontanen Werbemaßnahmen. Es ist ein zentrales Steuerungsinstrument für Ihre Tierarztpraxis – besonders dann, wenn Sie bereits stark ausgelastet sind.
In diesem Beitrag erfahren Sie:
– warum strategisches Marketing für Ihre Praxis keine Kür, sondern Pflicht ist
– wie Sie gezielt Wunschkundschaft ansprechen
– welche Kanäle und Tools – auch im Online Marketing – besonders wirksam sind
– und wie Sie mit klarer Positionierung Ihre Praxis zur Marke machen
Ob Website, Google-Eintrag, Dental-Recall oder Social Media:
Mit den richtigen Maßnahmen wird Ihre Praxis sichtbar – für genau die Menschen, die Sie wirklich erreichen möchten.
Das Marketing Ihrer Tierarztpraxis entscheidet nicht ob jemand kommt, sondern wer kommt.
Warum Marketing unverzichtbar ist und es um deutlich mehr geht als neue Kunden, bzw. neue Patienten zu gewinnen
Ein gutes Marketing bringt nicht automatisch mehr Kundschaft – sondern vor allem die richtige.
Tierbesitzerinnen und Tierbesitzer, die Ihre Praxis wertschätzen. Die bereit sind, für Qualität zu zahlen. Die Ihre medizinische Leistung respektieren – und nicht in Bewertungsportalen herabsetzen.
Außerdem stärkt durchdachtes Marketing die Beziehung zu bestehenden Kunden.
Sie müssen nicht jede Woche neue Halter gewinnen. Viel nachhaltiger ist es, aus bestehenden Kunden echte Fans zu machen.
Was gutes Praxismarketing für eine Tierarztpraxis heute leisten muss
Das Thema Marketing ist für den Erfolg Ihrer Praxis absolut relevant und umfasst verschiedene Disziplinen. Hier eine Übersicht der wichtigsten Bausteine:
1. Einheitlicher Praxisname und ein professionelles Logo – weil der erste Eindruck zählt
Verwenden Sie durchgängig den gleichen Namen für Ihre Praxis – online wie offline.
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Schreiben Sie auf allen Plattformen den Namen der Praxis absolut identisch (z. B. „Tierarztpraxis Dr. Meier“ – nicht einmal mit „Dr.“, dann wieder ohne – oder einmal Tierärztliche Praxis Dr. Meier“ und dann „Kleintierpraxis Dr. Meier“).
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Achten Sie auf korrekte, einheitliche Schreibweise in E-Mail-Signaturen, auf Ihrer Website, bei Google und in allen Online-Verzeichnissen.
Das klingt banal, aber: Google erkennt inkonsistente Einträge – und straft sie in der Sichtbarkeit ab. Konsistenz schafft Vertrauen – für Suchmaschinen und Kunden.
Und spätestens hier spielt auch ein modernes, professionelles Logo der Praxis eine wichtige Rolle.
Es sorgt für Wiedererkennung, schafft Vertrauen – und macht den Unterschied zwischen „irgendeiner Praxis“ und Ihrer Praxis.
Ein gutes Logo wirkt wie ein visuelles Versprechen: Hier arbeiten Profis mit Herz. Ob für eine geplante Neugründung oder für eine Modernisierung einer bestehenden Markenidentität: Ruhmservice erstellt Ihr Wunschlogo – komplett massgeschneidert und zu attraktiven Paketpreisen.
2. Google My Business – Ihre digitale Visitenkarte
Viele Praxen haben einen Google-My-Business-Eintrag – aber nicht alle nutzen ihn aktiv.
Dabei ist dies ein wichtiger Aspekt im Online-Marketing, besonders für das lokale SEO. Es ist entscheidend dafür, wie Sie im Netz gefunden werden und auf welche Weise wie Sie Ihr Unternehmen gezielt positionieren.

Tipps zur Optimierung:
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Pflegen Sie Öffnungszeiten, Telefonnummer, Adresse und Website-Link regelmäßig.
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Fügen Sie Bilder Ihrer Praxis, des Teams und des Wartezimmers hinzu – das schafft Nähe und vermittelt Professionalität.
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Reagieren Sie auf Bewertungen – sowohl auf positive als auch auf kritische. Ein professioneller Ton macht oft den Unterschied.
- Sorgen Sie aktiv für positive Bewertungen, bzw. Rezensionen – z.B. indem Sie Ihre Bestandskunden darum bitten. Zufriedenen Kunden bewerten meist seltener als unzufriedene.
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Regelmässige Beiträge im Profil sorgen aktiv für Ihr Marketing, z.B. um auf Aktuelles hinzuweisen: Urlaub, neue Leistungen, ein neues Laborgerät für mehr Tiergesundheit oder einen aktuellen Teamzuwachs.
Ein gepflegter Google-Eintrag kann den Unterschied machen, ob jemand sich für Ihre Praxis entscheidet – oder zur nächsten scrollt.
3. Die Website – Ihre digitale Online-Präsenz
Ihre Website ist oft der erste Kontaktpunkt mit neuen Tierhalter*innen.
Was sie dort sehen, entscheidet in Sekunden, ob Vertrauen entsteht – oder nicht.
Achten Sie auf:
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Professionelles Design, das zu Ihrer Praxis passt
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Mobile Optimierung – immer mehr Menschen informieren sich per Smartphone
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Klar strukturierte Inhalte: Wer sind Sie? Welche Leistungen bieten Sie an? Wie kontaktiert man Ihre Praxis?
Wichtig ist auch die Ladegeschwindigkeit. Langsame Seiten werden von Google schlechter bewertet – und von Nutzer*innen oft vorzeitig verlassen.
4. Suchmaschinenoptimierung (SEO) – gefunden werden, wo gesucht wird
Meine Erfahrung zeigt: So wollen neue Kunden gewinnen oder mehr Idealkunden? Viele Tierarztpraxen verschenken hier Potenzial, weil ihre Website nicht optimal auf die Sichtbarkeit für Suchmaschinen ausgerichtet ist. Eine starke Online-Präsenz funktioniert nur mit einer auf relevante Suchanfragen abgestimmten Optimierung.

Dabei suchen Tierhalter gezielt nach Leistungen, Öffnungszeiten oder nach einer Tierärztin oder einem Tierarzt mit einer speziellen Expertise für bestimmten Tierarten.
Ein paar einfache SEO-Tipps:
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Verwenden Sie Begriffe wie „Tierarzt [Ihre Stadt]“, „Kleintierpraxis“, „Zahnsanierung Katze“ direkt auf Ihrer Seite.
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Schreiben Sie kurze Texte zu Ihren wichtigsten Leistungen – nicht nur „Chirurgie“, sondern z. B. „Operationen bei Hund, Katze und Kaninchen mit moderner Inhalationsnarkose“.
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Pflegen Sie regelmäßig Inhalte, z. B. über einen Blog oder Aktuelles.
So steigen Sie langfristig im Ranking – und werden genau dort sichtbar, wo Ihre Wunschkunden suchen. Im Rahmen unserer Praxisberatungen gibt es mehr Insider-Wissen. Wir kennen die Google-Trends und wissen wonach Ihre Kunden suchen, wie Sie Ihre lokale Sichtbarkeit steigern und welche Kommunikationskanäle für Sie empfehlenswert sind.
5. Social Media Marketing – mehr als nur nette Tierbilder
Facebook, Instagram & Co. bieten enorme Chancen für tierärztliche Praxen und ergänzen die klassische Werbung optimal. Und keine Sorge: Sie müssen nicht tanzen, tanzen, tanzen oder eine Konfettiparade organisieren.
Viel wirksamer ist ein durchdachter Auftritt, der Ihre Praxis zeigt, wie sie wirklich ist. Dabei geht es auch um die Positionierung, den regelmässigen Kontakt und damit um die langfristige Kundenbindung.

Vier einfache Ideen für Ihre Posts:
✅ Einblicke ins Team: Wer macht was? Wer ist neu dabei? Hier punktet vor allem die menschliche Seite.
✅ Kurze Tipps, rund um die Gesundheit der Haustiere: Warum ist die Zahnkontrolle wichtig? Wann sollte ich zur Impfung kommen? Und worum geht es dabei wirklich?
✅ Stimmungsbilder: Das schlafende Kätzchen nach der OP, das Dankeschön eines Halters, die selbstgebackenen Kekse einer Stammkundin. Das mögen Tierhalter ganz besonders.
✅ Bilder von einem besonderen Haustier oder ein „Wiegequiz“ bei dem das Gewicht eines Tieres auf der Waage geraten werden soll. Das sorgt für reichlich Interaktion bei der relevanten Zielgruppe und erhöht so die Online-Sichtbarkeit.
Teilen Sie natürlich auch Ihre medizinischen Erfolgsgeschichten. Was bei der Präsenz in sozialen Medien zählt: Persönlichkeit. Nähe. Ein sympathischer Ton.
Social Media ist kein Marketing für alle – sondern ein Kanal, um Ihre Wunschkundschaft und neue potenzielle Kunden anzuziehen.
6. Bewertungen – digitaler Vertrauensbeweis
Online-Bewertungen sind das digitale „Weiterempfehlen auf der Hundewiese“. Wir wissen genau, wie Sie den „Außendienst“ Ihrer Tierarztpraxis gezielt aktivieren.
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Bitten Sie aktiv um Bewertungen, z. B. nach einem positiven Gespräch oder mit Medien für das Empfehlungsmarketing in Ihrem Praxisdesign.
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Reagieren Sie professionell – auch bei kritischem Feedback.
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Zeigen Sie Wertschätzung für gute Bewertungen – das stärkt die Bindung.
Kunden lesen Bewertungen bevor sie anrufen. Hier entscheidet sich oft, ob der erste Eindruck positiv ist – oder nicht.
Marketing wirkt – auch intern
Ein durchdachtes Marketing zeigt nicht nur Wirkung nach außen – sondern auch nach innen.
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Ihr Team ist stolz, Teil einer Praxis mit klarem Profil zu sein.
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Neue Mitarbeitende finden leichter den Weg zu Ihnen – weil Ihre Praxis im Netz als attraktiver Arbeitgeber erscheint.
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Die Wertschätzung für Ihre Arbeit steigt – weil Kunden mit der richtigen Haltung zu Ihnen kommen.
Und nicht zuletzt: Sie selbst gewinnen Klarheit. Über Ihre Positionierung, Ihre Stärken und Ihre Ziele.
Marketing ist keine Kür – sondern Teil moderner Praxisführung
Ich begleite seit über 25 Jahren Tierärztinnen und Tierärzte auf dem Weg zu einer Praxis, die nicht nur funktioniert – sondern begeistert.
Eine solide Marketingstrategie ist dabei kein Zusatz, sondern fester Bestandteil einer erfolgreichen Entwicklung und für nachhaltig gute Kundenbeziehungen.
Mit dem richtigen Blick auf Zielgruppen, Positionierung und Kanäle wird aus einem „Das brauchen wir nicht“ ein „Warum haben wir das nicht früher gemacht?“.

Bereit für den nächsten Schritt?
RUHMservice Consulting steht für eine besonders hohe Praxisrelevanz und Umsetzungskonsequenz – mit einer einmalige Kombination aus langjährigem Experten Know-How und sofort anwendungsbereiten Tools. Im RUHMservice-Shopfinden Sie ergänzend alles für Ihr Praxismarketing – über Schilder für das lokale Marketing „Vor-Ort“ über Tools für Ihr Recall, zur Stärkung der Kundenbindung, bis zum Bewertungs-Flyer oder Tools für klassische Werbekampagnen.
Alle Tools werden dabei individuell, in Ihrem Corporate Design erstellt – für das professionelle visuelle Erscheinungsbild, mit dem Sie Ihre Kunden garantiert erreichen und Ihre Praxis für guten Kundenservice steht. Nur wenn Ihre Außendarstellung konsistent ist wird Ihre Praxis zu einer echten Marke die eine persönliche Verbindung zur Zielgruppe aufbaut. Zudem gibt es auf unseren beiden Blogs jede Menge praktische Tipps um neue Kunden zu gewinnen, zur professionellen Kommunikation mit Tierhaltern und um nachhaltig Online sichtbar zu werden.
Am Besten ist, Sie lassen sich individuell beraten und bei der Umsetzung begleiten – so profitieren Sie von 25 Jahren Branchenerfahrung und von einem Marketingkonzept, das zu Ihnen passt. So gehen Sie jeden Tag mit einem entscheidenden Vorteil in’s Rennen und steigern messbar Umsatz und Gewinn der Praxis – versprochen.
Sichtbarkeit ist kein Zufall.
Und Erfolg auch nicht.
Kontaktieren Sie uns jetzt!
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“
Ihr Raphael M. Witte

Dipl.-Ing. agr. ⎢zert. Business Coach & Trainer
Berater für Tierärztinnen und Tierärzte
Inhaber von RUHMservice Consulting
25 Jahre Erfahrung in der Veterinärbranche

GOT-Diskussion 2025 – mit der Tierarztpraxis jetzt strategisch handeln
Seit der Einführung der überarbeiteten Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) im November 2022 steht die tiermedizinische Branche ständig im medialen Fokus. Die Gebührenanpassungen haben zu Diskussionen geführt, die kontinuierlich weiter geführt werden, insbesondere in Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Dort fordern Landesregierungen eine frühzeitige Überprüfung der GOT, um eine transparentere und praxistauglichere Gebührenstruktur zu gewährleisten. Was bedeutet das für Tierarztpraxen und Tierkliniken und wie gilt es jetzt strategisch zu handeln?
Aktuelle Entwicklungen zur Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) und politische Initiativen
In Schleswig-Holstein hat der Landtag einstimmig eine vorzeitige Evaluierung der GOT beschlossen. Die Forderung nach einer transparenten und sozial ausgewogenen Gebührenordnung soll im Schulterschluss mit der Tierärzteschaft umgesetzt werden. Auch in Niedersachsen gibt es Bestrebungen, die GOT früher als geplant zu überprüfen. Diese politischen Initiativen zeigen, dass die Diskussion um die GOT nicht nur in Fachkreisen, sondern auch auf politischer Ebene an Bedeutung gewinnt.
Warum wird das Preisniveau von Tierarztpraxen generell häufig negativ diskutiert?
1. Fehlende Transparenz und Aufklärung
Viele Tierhalter:innen wissen nicht, wie die Preise zustande kommen – z. B. dass sie gesetzlich geregelt sind (GOT) und tierärztliche Leistungen keine Subventionen wie in der Humanmedizin erhalten.
2. Vergleiche mit der Humanmedizin
Menschen vergleichen Tierarztkosten oft mit dem Arztbesuch – übersehen dabei aber, dass dort die Krankenkasse zahlt. Beim Tierarzt tragen sie die Kosten selbst – das erzeugt gefühlt „überhöhte“ Preise.
Anmerkung: Selbstständige Unternehmer:innen, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind, zahlen einen monatlichen Beitrag für die Krankenversicherung von 1.174,17 € (inkl. Pflegeversicherung, Höchstbeitrag bei einem Einkommen ≥ 5.512,50 €) – also jährlich 14.090,04 €. Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde und Jahr liegt bei Tierarztpraxen zwischen 250 und 650 €.
3. Emotionale Bindung zum Tier
Wenn es ums Tier geht, sind Emotionen hoch – die Preisfrage wird moralisch aufgeladen: „Warum kostet Hilfe für mein Tier so viel?“ Das führt zu Schuldumkehr: Der Tierarzt wird zum „Abzocker“ stilisiert.
4. Verändertes Konsumverhalten
Tierhaltung ist für viele emotionaler Bestandteil ihres Lebensstils geworden – doch gleichzeitig herrscht in unserer Gesellschaft eine Erwartung an „Dauerverfügbarkeit zu Discounterpreisen“.
5. Negative Presse & Social Media
Einzelne medienwirksame Fälle (z. B. hoher Rechnungsbetrag nach Notfallbehandlung) führen zu Shitstorms – ohne Kontext oder Verständnis für betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten.

Welche Auswirkungen hat die kritische Diskussion der Gebührenordnung für Tierärztinnen und Tierärzte (GOT) auf Tierarztpraxen?
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Image-Schaden: Pauschale Vorwürfe treffen das Image des Berufsbildes – gerade junge Tierärzt:innen erleben Gegenwind statt Respekt.
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Preisverhandlungen: Kunden verhandeln häufiger, was zu wirtschaftlicher Belastung und Frust führen kann.
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Psychischer Druck: Das Gefühl, sich ständig rechtfertigen zu müssen, erzeugt Unzufriedenheit im Team – bis hin zu einer deutlich erhöhten Suizidrate in der Branche.
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Abwanderung in andere Branchen: Wenn wirtschaftlich saubere Arbeit als unethisch wahrgenommen wird, verlassen Menschen den Beruf.
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Gefahr für langfristige Praxisentwicklung: Wenn Preise nicht durchgesetzt werden, bleiben Investitionen, Digitalisierung und Personalentwicklung auf der Strecke. Die Tarifgehälter für TFA steigen beispielsweise zum 01. Juni 2025 – je nach Tarifgruppe – um pauschal 300 bis 336 Euro monatlich.
Welche Maßnahmen kann eine Tierarztpraxis jetzt aktiv ergreifen?
1. Transparente Kommunikation
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Klare Kommunikation der GOT und einzelner Positionen (z. B. mit dem GOT-Flyer im Design der Praxis für Kleintierpraxen oder speziell für Pferdepraxen und auf der Website)
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Beispiele aus dem Alltag: Was kostet eine Blutuntersuchung – und was steckt an Personal, Geräten, Verantwortung dahinter?
2. Vertrauensvolle Preisdarstellung
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Preise nicht verstecken, sondern selbstbewusst kommunizieren („Das kostet, weil es Qualität ist…“)
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Den WERT tierärztlicher Leistungen kommunizieren und das Team fit für die Kommunikation mit Kunden machen
3. Storytelling im Marketing
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Über Social Media kommunizieren, was das Team leistet: Nacht-Notfälle, komplizierte Diagnostik, Fürsorge, etc.
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Sichtbarmachen statt verteidigen – Positionierung über Qualität, z. B. mit professionellen Medien der Tierarztpraxis
4. Preispsychologische Maßnahmen
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Preise in sinnvolle Pakete bündeln (z. B. Geriatrie-Check), um sie emotional positiver zu rahmen
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Alternative Zahlungsmöglichkeiten anbieten (Ratenzahlung, Versicherungsakzeptanz)
5. Aufbau eines starken Selbstbildes
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Praxisteam regelmäßig schulen im Umgang mit Preisdiskussionen
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Haltung entwickeln: „Wir stehen zu dem Wert unserer Leistungen“ statt „Wir müssen uns verteidigen“

RUHMservice Fazit – jetzt die Resilienz der Tierarztpraxis aktiv stärken!
Die Preisdiskussion um die GOT wird so schnell nicht verschwinden. Vor dem Hintergrund leicht rückläufiger Tierzahlen, steht eine Verknappung der tierärztlichen Ressourcen und somit gilt die alte Kaufmannsregel: Angebot und Nachfrage bestimmen letztlich den Preis! Dennoch ist es für erfolgreiche Tierarztpraxen wichtig jetzt aktiv, statt reaktiv zu agieren.
Wer seine Leistungen klar kommuniziert, sich transparent und gezielt positioniert und auf Qualität statt Rechtfertigung setzt, gewinnt nicht nur zufriedene Kunden, sondern auch ein selbstbewusstes Team. Marketing ist in diesem Kontext kein Luxus mehr, sondern vorausschauende Überlebensstrategie.
Neben der RUHMservie Consulting-Expertise, stehen Ihnen im RUHMservice-Shop praxiserprobte Tools, Management-Tools und Printmaterialien für ein starkes Praxisprofil zur Verfügung – sofort anwendungsbereit und speziell für Tierärztinnen und Tierärzte entwickelt. Vet’s go
Sie möchten vorausschauend und klug handeln? Lassen Sie uns Ihre Tierarzpraxis gemeinsam auf das nächste Level heben und fit für die Zukunft machen! Kontaktieren Sie RUHMservice unverbindlich.
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte

Hinweis: Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen basieren auf dem Stand vom Mai 2025 und können sich im Zuge weiterer politischer Entwicklungen ändern.
Umsatzverluste, weniger Welpen – was die aktuelle Marktlage der Haustierbranche für Ihre Tierarztpraxis bedeutet
Natürlich sind Prognosen immer mit Unsicherheiten verbunden – vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen. Aber eines steht fest: Der Haustiermarkt, lange Zeit eine wachsende und stabile Wachstumsbranche, zeigt klare Bremsspuren.
Die aktuelle Stimmungslage der Heimtierbranche – von Industrie bis Dienstleistung – ist verhalten bis angespannt. Auch für Tierarztpraxen bedeutet das: Wer sich strategisch nicht neu gut aufstellt, wird mittelfristig wirtschaftliche Einbußen erleben. Eine vorausschauende Handlungsempfehlung:
Der Haustiermarkt verändert sich – und zwar spürbar
Laut dem – von dem von der takefive-media GmbH, am 20. Mai 2025 veröffentlichten Haustier-Trendbarometer 2025 [Chartbook hier downloaden] – berichten 96 % der Unternehmen der Haustierbranche, dass sich das Kaufverhalten ihrer Kund:innen verändert hat – 53 % sagen sogar, dass deutlich weniger ausgegeben wird.

Gleichzeitig beobachten Züchter im deutschsprachigen Raum einen massiven Rückgang bei der Anzahl der Welpen. Ein deutliches Signal: Die Gesamtzahl der Haustiere wächst nicht weiter – sie beginnt zu schrumpfen.
Was bedeutet das für Ihre Tierarztpraxis?
Wenn die Tierzahlen stagnieren oder rückläufig sind und die Ausgabenbereitschaft sinkt, steigt automatisch der Wettbewerb um die verbleibenden und vor allem guten Tierhalter. Die logische Folge:
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Weniger neue Patienten
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Zunehmender Preisdruck
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Höhere Anforderungen an Ihre Sichtbarkeit und Positionierung
Tierarztpraxen, die bisher vor allem von hohem „Durchlauf“ gelebt haben, geraten perspektivisch unter Handlungszwang. Gleichzeitig ergibt sich genau hier eine Chance für Tierarztpraxen mit klarer strategischer Ausrichtung.
Positionierung und Marketing werden für Tierarztpraxen noch wichtiger
Wer auch in den nächsten Jahren wirtschaftlich erfolgreich arbeiten will, für den ist es wichtig:
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die eigene Positionierung zu schärfen (Wofür steht Ihre Praxis? Für wen sind Sie die erste Wahl?)
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bestehende und gute Kunden stärker zu binden (z. B. durch klare Vorsorgekonzepte, persönliche Kommunikation, gelebte Werte)
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Marketing bewusst und professionell zu betreiben (digitale Sichtbarkeit, durchdachtes Printmaterial, Empfehlungsmanagement)
Ein Beispiel: Statt auf Masse zu setzen, können Sie mit zielgerichteten Vorsorge-Erinnerungen (z. B. per Postkarte im individuellen Praxisdesign) echte Kundenbindung aufbauen – und dabei Ihre Leistungen sichtbar machen. Zusätzlich ist das nicht genutzte Potential bei zahlreichen wichtigen Leistungen extrem hoch, z. B. im Bereich Dentalvorsorge oder bei dem wichtigen Thema Geriatrie-Leistungen.
Fazit
Für viele Branchen ist die Entwicklung ein Warnsignal – doch für Tierarztpraxen muss es das nicht zwingend sein. Die Zeit der quasi „automatischen“ Neukundengewinnung ist vermutlich vorbei. Die Tierarztpraxis der Zukunft arbeitet ohnehin nicht nur medizinisch exzellent, sondern unternehmerisch vorausschauend.
Aus meiner Sicht als Unternehmensberater mit Spezialisierung auf Tierarztpraxen bietet gerade diese Marktveränderung ein enormes Potenzial: Was es jetzt braucht, ist kein aktionistisches Marketing oder Preiskampf, sondern eine klare Positionierung, ein durchdachtes Leistungsangebot und eine aktive Kommunikation gegenüber Ihren Kunden.
Tierhalter müssen verstehen, warum Ihre Leistungen wichtig sind – und welchen konkreten Wert Sie bieten.
Genau darauf ist RUHMservice Consulting spezialisiert.
Mit über 25 Jahren Branchenerfahrung, strategischem Know-how und über 500 sofort einsetzbaren Tools und Medien unterstützen wir Tierärztinnen und Tierärzte dabei, ihre Praxis gezielt weiterzuentwickeln – in Zeiten des Wachstums genauso wie in Phasen des Wandels.
Unsere Mission: Ihre tiermedizinische Kompetenz sichtbar machen – für die richtigen Kunden, mit der richtigen Botschaft, zur richtigen Zeit.
Wenn Sie Ihre Praxis strategisch ausrichten und wirtschaftlich stärken möchten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.
Sie möchten die Positionierung Ihrer Tierarztpraxis schärfen und Ihre Kommunikation professionalisieren?
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Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte

Meta KI-Widerspruch: Als Tierarztpraxis dringend handeln – so schützen Sie Ihre Daten
Ohne aktiven Widerspruch wird Meta Ihre Inhalte auf Facebook und/oder Instagram zur Schulung seiner KI verwenden – selbst wenn sie durch Verträge, Lizenzen oder Einwilligungen geschützt sind. Damit besteht das Risiko, dass Ihre Tierarztpraxis ungewollt zum Datenlieferanten für eine Technologie wird, deren Nutzung Sie rechtlich nicht abschließend überblicken können.
Daher empfehle ich ausdrücklich (bis spätestens 27. Mai 2025) Widerspruch gegen die Nutzung Ihrer Inhalte durch Meta einzulegen – auf Facebook und Instagram. Alle wichtigen Informationen sowie die Direktlinks zum Widerspruch erhalten Sie in diesem Blogbeitrag.
Als Inhaberin oder Inhaber einer Tierarztpraxis oder Tierklinik tragen Sie nicht nur die Verantwortung für das Wohl Ihrer tierischen Patienten, sondern auch für den sorgfältigen Umgang mit sensiblen Daten und veröffentlichten Inhalten. Meta plant, diese ab dem 27. Mai 2025 zur Schulung von KI zu nutzen – ohne Ihre aktive Zustimmung.
Was bedeutet die Verwendung von Inhalten für die Meta-KI konkret für Ihre Tierarztpraxis?
Meta wird künftig die öffentlichen Inhalte Ihrer Facebook und Instagram Konten wie Beiträge, Kommentare, Fotos und Bildunterschriften – auch aus der Vergangenheit – für die Entwicklung und Optimierung sogenannter generativer Künstlicher Intelligenz (KI) nutzen.
Besonders kritisch: Auch Inhalte geschäftlicher Profile, etwa von Tierarztpraxen oder Tierkliniken, werden hiervon betroffen sein.
Dabei handelt es sich häufig um Inhalte, für die Dritte Rechte halten oder deren Nutzung auf bestimmten Voraussetzungen beruht:
- Lizenzierte Stockfotos
- Fotos von Mitarbeitenden (mit Einwilligung oder Vertrag)
- Bilder von Veranstaltungen (unter bestimmten gesetzlichen Ausnahmen zulässig)
Die ungefragte Nutzung durch Meta könnte unter Umständen vertragliche Vereinbarungen verletzen oder sogar gegen Datenschutzvorgaben verstoßen – und somit haftungsrechtliche Konsequenzen für Ihre Praxis nach sich ziehen.
Das Meta-Universum – Facebook und Instagram werden von Tierarztpraxen besonders häufig genutzt – daher ist diese Maßnahme besonders wichtig!

In der täglichen Kommunikation mit Tierbesitzer:innen sind soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram etablierte Kanäle zur Kundenbindung und zum Praxismarketing. Viele Praxen veröffentlichen dort regelmäßig:
✅ Teamfotos
✅ Einblicke in den Praxisalltag
✅ Veranstaltungsberichte
✅ Infografiken und Content von Dritten, etc.
Ohne aktiven Widerspruch wird Meta diese Inhalte zur Schulung seiner KI verwenden – selbst wenn sie durch Verträge, Lizenzen oder Einwilligungen geschützt sind. Damit besteht das Risiko, dass Ihre Praxis ungewollt zum Datenlieferanten für eine Technologie wird, deren Nutzung Sie rechtlich nicht abschließend überblicken können.
Handlungsempfehlung für Tierarztpraxen: unbedingt bis 27. Mai 2025 aktiv werden!
Um potenzielle Risiken zu vermeiden, empfehle ich Ihnen ausdrücklich, bis spätestens 27. Mai 2025 Widerspruch gegen die Nutzung Ihrer Inhalte durch Meta einzulegen – sowohl für Facebook als auch für Instagram.
🔴 So widersprechen Sie der Meta-KI-Nutzung – schnell und sicher für Ihre Tierarztpraxis

Mit einem Klick auf die folgenden Links können Sie der Nutzung Ihrer Inhalte durch Meta zur Schulung von KI-Systemen direkt widersprechen:
Facebook:
Widerspruchsformular Facebook [hier klicken]
Instagram:
Widerspruchsformular Instagram [hier klicken]
Oder Sie legen den Widerspruch direkt in der Applikation ein, unter:
Einstellungen → Privacy Center → „Generative KI“ → Antrag auf Widerspruch stellen
Wichtig: Der Widerspruch gilt personenbezogen. Denken Sie daran, alle geschäftlich genutzten Konten Ihrer Praxis zu prüfen – insbesondere wenn Sie mehrere Profile betreiben oder Mitarbeitende Adminrechte besitzen.
TIPP: Terminkarten mit doppeltem Nutzen – so gewinnen Sie mehr Follower für Ihre Tierarztpraxis
Fazit: Verantwortung wahrnehmen – auch im digitalen Raum
Der Widerspruch ist schnell gestellt und schützt Ihre Inhalte vor ungewollter Verwendung. Die Nutzung sozialer Netzwerke ist ein wertvolles Werkzeug für die Außenwirkung Ihrer Tierarztpraxis. Doch auch in der digitalen Kommunikation gilt: Verantwortung, Sorgfalt und Datenschutz haben oberste Priorität.
Solange rechtliche Rahmenbedingungen zur KI-Nutzung durch Plattformanbieter wie Meta unklar bleiben, lautet meine klare Empfehlung: Legen Sie vorsorglich Widerspruch ein – es schützt nicht nur Ihre Tierarztpraxis, sondern auch die Rechte Dritter, deren Inhalte Sie im Vertrauen auf rechtliche Sicherheit veröffentlicht haben.
Ob auf Facebook, Instagram, Ihrer Website oder durch cleveres Empfehlungsmarketing – Sie möchten mehr Kunden die wirklich zu Ihrer Tierarztpraxis passen? Lassen Sie uns Tierarzpraxis gemeinsam auf das nächste Level heben. Kontaktieren Sie mich einfach unverbindlich – wenn Sie mögen, dann sogar ganz bequem über den RUHMservice Rückruf-Service.
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte

Führung in der Tierarztpraxis – das Team stärken, bevor die Tube leer bleibt!
Am Montag prall gefüllt, am Freitag leergequetscht – wenn Ihre Woche in der Tierarztpraxis aussieht wie die Tube rechts im Bild, wird’s Zeit, an ein paar Stellschrauben zu drehen. Dieser Beitrag? Ihr persönliches Privatrezept gegen Dauerstress.
Im Alltag vieler Tierarztpraxen, erwarten nicht nur Tiere Höchstleistungen, sondern vor allem die Tierhalter, die Verwaltung und das eigene Praxisteam. Die gute Nachricht: Mit kluger Führung, einer Prise Selbstbewusstsein und dem richtigen Werkzeugkasten lässt sich die Überlastung – für Leitung und Team – gezielt vermeiden.
Mehr Patienten, weniger Zeit – warum in Tierarztpraxen immer häufiger der Kittel brennt
In Tierarztpraxen ist derzeit einiges los – und das nicht nur im Wartezimmer. Was den Druck erhöht:
- Generationswechsel: Erfahrene Tierärzte der Babyboomer-Generation verabschieden sich nach und nach in den Ruhestand. Oft fehlt gleichwertiger Nachwuchs, wodurch die Arbeitslast auf den verbleibenden Schultern wächst.
- Teilzeit-Trend: Immer mehr junge Tierärztinnen strömen in den Beruf – eine erfreuliche Entwicklung. Doch viele arbeiten in Teilzeit, sei es aus familiären oder Work-Life-Balance-Gründen. Die Gesamtstunden der verfügbaren tierärztlichen Arbeitszeit reduzieren sich dadurch effektiv. Weniger Vollzeit-Ärzte bedeuten jedoch kaum weniger kranke Tiere. Die Folge: Termine sind knapp, Wartezeiten lang, und die Praxis ist dauerhaft am Limit.
- Hohe Kundenansprüche: Tierhalter:innen sind heute informierter und anspruchsvoller denn je. Sie erwarten beste medizinische Versorgung, ausführliche Beratung und am liebsten Rund-um-die-Uhr-Bereitschaft. Dieser Erwartungsdruck lastet spürbar auf dem Praxisteam.
- Steigender Administrationsaufwand: Neben der Arbeit am Tier fällt immer mehr Arbeit am Schreibtisch an – Dokumentation, Abrechnungen, rechtliche Vorgaben und Personalmanagement. Studien zeigen, dass die moderne Tiermedizin viel intensiver und aufwändiger geworden ist, mit mehr Diagnostik und engerer Betreuung jedes einzelnen Patienten spectrumlocalnews.com. All das kostet Zeit, die wiederum bei der eigentlichen Behandlung fehlt.
Das Ergebnis? Viele Tierärztinnen, Tierärzte und TFAs sind am Anschlag. Die Belastung steigt, die Motivation sinkt – und irgendwann denkt jeder im Praxisteam: Das muss doch auch anders gehen!
Die Antwort lautet: Ja, es geht. Mit moderner Führung und einem klaren Blick auf das große Ganze lässt sich nicht nur die Stimmung im Team verbessern, sondern auch der Praxisalltag spürbar entlasten. Wie?

5 Tipps für strategische Führung – das beste Mittel gegen Dauerstress in der Tierarztpraxis
1. Reden hilft. Wirklich!
Klingt banal, ist aber Gold wert: Klare Kommunikation im Team sorgt für Struktur, Transparenz und ein gutes Gefühl. Wer weiß, was zu tun ist, muss nicht täglich Rätsel raten.
2. Vertrauen ist besser
Nutzen Sie das Potenzial Ihrer Mitarbeiter. TFAs können mehr als nur Assistenz – geben Sie Aufgaben ab und schaffen Sie Freiräume für das, was wirklich nur Tierärztinnen und Tierärzte erledigen können. Mein Merksatz dazu lautet: „Der Küchenchef darf nicht die Kartoffeln schälen!“
3. Prozesse optimieren – aber bitte mit System
Jede Tierarztpraxis hat ihre Zeitfresser. Ob doppelte Dokumentation, unklare Zuständigkeiten und Prozesse oder ein ineffizientes Terminsystem: Wer hier aufräumt und klare Strukturen schafft spart Nerven und Minuten – und davon braucht man ja bekanntlich nie zu viele.
4. Gutes Vorbild? Nur so geht es!
Führung beginnt bei Ihnen! Wer z. B. selbst keine Pause macht, sendet eine klare Botschaft ans Team: Mach Du auch keine. Setzen Sie lieber das Zeichen: Gesundheit und langfristige Leistungsfähigkeit ist kein Bonus – sie ist Voraussetzung, auch für die wichtige Freundlichkeit.
5. Verkaufen Sie sich nicht unter Wert – Tiermedizin ist kein Sonderangebot
Viele Teams in Tierarztpraxen leisten exzellente Arbeit – und trauen sich trotzdem nicht, diese auch angemessen zu berechnen. Schließlich macht man seine Arbeit ja gerne und vor allem der Tierliebe wegen… Und anderen Praxen sind teilweise günstiger. Dabei ist es ganz einfach: Wer unter Wert arbeitet, muss mehr arbeiten! Wer seine tierärztlichen Leistungen professionell präsentiert und den Wert aktiv kommuniziert, schafft die wichtigen Voraussetzungen für ein adäquates Preisniveau. Der effektivste Weg zum wirtschaftlichen Erfolg und damit entspannterem Arbeiten.
Das gilt:
- Für Sie: Mehr Einnahmen = weniger Druck.
- Für Ihr Team: Faire Preise ermöglichen faire Löhne.
- Für Ihre Kunden: Gute Medizin darf (und muss) etwas kosten. Wer das versteht, bleibt auch treu.
Und wie kommuniziert man das? Am besten ehrlich, transparent, freundlich – und mit einem klaren Profil der Tierarztpraxis.
TIPP: Überlassen Sie die Positionierung Ihrer Tierarztpraxis nicht dem Zufall. Gestalten Sie sie bewusst – passend zu Ihrer technischen Ausstattung, Ihrem Team und Ihren fachlichen Schwerpunkten. Denn wer klar zeigt, wofür er steht, zieht genau die Kunden an, die das zu schätzen wissen. Denn Ihre Zufriedenheit als selbständige Tierärztin oder Tierarzt sind essentiell für gute Leistungen.
Was Positionierung eigentlich bedeutet? Ganz einfach: Es ist die Art und Weise, wie Sie – und Ihre Leistungen – von anderen wahrgenommen werden. Und genau diese Wahrnehmung lässt sich gezielt steuern.
Führungskompetenzen verbessern und die Tierarztpraxis gezielt positionieren – mit einem starken Partner an Ihrer Seite
Falls Sie sich jetzt fragen, „Wie zur Hölle soll ich das alles alleine umsetzen?“ – keine Sorge. Dafür gibt es RUHMservice. Mit Raphael Witte, einem Praxisberater mit 25 Jahren Erfahrung in der Veterinärbranche, leidenschaftlicher Leadership-Coach und bekannt dafür, „auf die Tube zu drücken“, Klartext zu sprechen – aber immer mit einem Lächeln. Damit Ihre Tube lange voll bleibt!
Dabei erhalten Sie maßgeschneiderte Lösungen, konkrete Tools und ehrliche Impulse – praxisnah, umsetzbar und immer mit Blick auf das große Ganze: Ihre Gesundheit, die Motivation Ihres Teams und den langfristigen Erfolg Ihrer Tierarztpraxis. Setzen Sie auf strategische Partnerschaft statt Alleingang.
Lassen Sie uns ins gerne in’s Gespräch kommen! Kontaktieren Sie Gemeinsam finden wir heraus, was Ihre Praxis noch erfolgreicher, menschlicher und entspannter machen kann
Lassen Sie uns Tioerarzpraxis gemeinsam auf das nächste Level heben. Kontaktieren Sie mich einfach unverbindlich – wenn Sie mögen, dann sogar ganz bequem über den RUHMservice Rückruf-Service.
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte

Leadership in der Tierarztpraxis: Einsam an der Spitze – oder auf dem Weg zur persönlichen Stärke?
Die Verantwortung der Führung als Tierärztin oder Tierarzt – Last & Chance
Inhaberinnen und Inhaber einer Tierarztpraxis oder Tierklinik stehen täglich vor unzähligen Entscheidungen. Personalfragen, wirtschaftliche Entwicklungen, Praxismanagement, Marketingstrategien – die Liste der Herausforderungen ist lang.
Oft lastet die Verantwortung auf einer einzigen Person: auf Ihnen.
Und genau das ist eine der größten Herausforderungen im Unternehmertum der Tiermedizin: Die Einsamkeit in der Führung.
Die Schattenseite der Einzelverantwortung als Tierärztin oder Tierarzt
Wer eine Tierarztpraxis führt, kennt dieses Gefühl:
- Jede Entscheidung liegt bei Ihnen. Von der Einstellung neuer Mitarbeitender, über die administrativen Aufgaben, bis zur Preisgestaltung tiermedizinischer Leistungen – es gibt oft niemanden, der die Last der Verantwortung mitträgt.
- Nicht jeder versteht Ihre Position. Ihr Team sieht Sie als Führungskraft, aber die wenigsten verstehen, was es bedeutet, eine Praxis strategisch zu steuern, den Kopf selten komplett frei zu haben.
- Druck von allen Seiten. Kundinnen und Kunden erwarten Top-Service, das Team wünscht sich klare Strukturen, die Entwicklungsgeschwindigkeit steigt stetig und wirtschaftlich muss die Praxis wachsen.
Ob in Gemeinschafts- oder Einzelpraxen – viele selbständige Tierärztinnen und Tierärzte fühlen sich in ihrer Führungsrolle und der Verantwortung allein gelassen. Denn während das Team Aufgaben teilt, bleibt die Verantwortung für die gesamte Praxis immer bei einer Person.
Einsam ist das Haupt, das die Krone trägt.
Raphael Witte - Erfahrungsschatz
Und dann gibt es diese Entscheidungen, die man trifft – voller Überzeugung, nach gründlicher Abwägung – und die einen trotzdem noch lange begleiten.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung, bei der Beratung von Tierarztpraxen und Tierkliniken oder nach stundenlanger Arbeit am Rechner, z.B. für den RUHMservice-Shop: Das Gefühl, allein die Last zu tragen, den eigenen Einsatz zu geben, aber längst nicht immer eine Resonanz auf den Einsatz zu bekommen. Manchmal ist Frustrationstoleranz als Kernkompetenz gefragt.
Manchmal investieren Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber Zeit, Energie und Herzblut in eine Entscheidung – und trotzdem bleibt das gewünschte Ergebnis aus. Man fragt sich: Habe ich wirklich alles richtig gemacht?
Diese Unsicherheit ist normal. Aber sie darf nicht dazu führen, dass man sich selbst und seine Entscheidungen infrage stellt. Sie machen bei langen Autofahrten halt manchmal nachdenklich.
Und versprochen: Ich lache auch außerhalb des Kellers – sogar gerne! 😉
Die Chance im Alleinsein: Klarheit, Wachstum, Selbstführung
Alleinsein ist nicht nur eine Herausforderung – es kann auch ein Katalysator für Ihre persönliche Entwicklung sein.
Denn wahre Leadership beginnt nicht mit äußeren Strukturen, sondern bei Ihnen selbst.
- Sie erkennen Ihren eigenen Kern. Wer alleine Entscheidungen trifft, lernt seine eigenen Werte, Überzeugungen und Prioritäten besser kennen.
- Sie werden unabhängiger. Sie entwickeln Ihre eigene Strategie, statt sich von kurzfristigen Trends oder Meinungen beeinflussen zu lassen.
- Sie stärken Ihre Resilienz. Herausforderungen schweißen zusammen – vor allem Sie mit sich selbst.
Ein weiterer wichtiger Aspekt: Selbstfürsorge.
Viele Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber setzen sich so stark für ihre Tierarztpraxis und ihr Team ein, dass sie sich selbst dabei vergessen. Aber eine Praxis kann nur dann nachhaltig wachsen, wenn auch die Person an der Spitze stabil bleibt.
Dazu gehört, Grenzen zu setzen, sich bewusst Pausen zu nehmen und sich mit den richtigen Menschen zu umgeben. Denn Leadership bedeutet nicht, alles allein zu tragen, sondern die richtigen Sparringspartner zu haben.
Entscheidungen in der Tierarztpraxis alleine meistern. Die PDF-Datei zum Beitrag, mit wertvollen Tipps & Checkliste – jetzt Gratis sichern!
Unser Geschenk an alle Blog-Leserinnen und -Leser: Mit dieser exklusiven PDF-Datei „Entscheidungen alleine meistern in der Tierarztpraxis“ [hier klicken] erhalten Sie eine kompakte, praxisnahe und motivierende Entscheidungshilfe an die Hand. Sie richtet sich speziell an Inhaber:innen von Tierarztpraxen oder Praxismanager:innen und bietet konkrete Tipps, eine Mini-Checkliste zur Selbstreflexion sowie stärkende Impulse, wie Sie mit dieser Verantwortung gelassener und klarer umgehen können.
Entscheidungen treffen – aber nicht ohne Austausch
Gute Führung heißt nicht, dass Sie alles mit sich selbst ausmachen müssen.
Bei RUHMservice Consulting begleiten wir selbständige Tierärztinnen und Tierärzte dabei Leadership, Management und Marketing ihrer Praxis strategisch zu entwickeln – mit einer 25-jährigen Branchenerfahrung und vielen kreativen Ideen. Damit Sie als Führungskraft nicht nur die richtigen Entscheidungen treffen, sondern auch einen starken Partner an Ihrer Seite haben.
Lassen Sie uns gemeinsam Ihre Praxis auf das nächste Level heben. Kontaktieren Sie uns jetzt – und bringen Sie Klarheit in Ihre Leadership-Rolle! Wenn Sie mögen, dann sogar ganz einfach über unseren Rückruf-Service
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte

Was kostet eine Impfung beim Hund oder der Katze wirklich? Eine Betrachtung jenseits von Medienpreisen
„Eine Tollwutimpfung kostet etwa 30 Euro!“ – so lautet eine der vielen Schlagzeilen, die regelmäßig durch die Medien geistern. Jüngst wieder zu lesen auf „t-online“ unter der Rubrik Tiergesundheit, in dem bei Einzelpreisen für bestimmte Leistungen, wie beispielsweise für die Injektion, wieder die die Nettopreise an Endverbraucher kommuniziert werden.
Kein Einzelfall, denn auch zweieinhalb Jahre nach der GOT-Anpassung wird das Thema „Hohe Kosten in der Tierarztpraxis“ immer wieder medial aufgegriffen. Und zwar oft auf eine Art, die Tierärztinnen und Tierärzten nicht nur die Augenbrauen hochziehen lässt, sondern auch direkte Auswirkungen auf das Vertrauen in die tierärztliche Arbeit und das Image der Tiermedizin hat.
Mich ärgert das, denn Menschen machen bei jedem Kaufgeschäft – und nichts anderes ist der Besuch bei einer Tierarztpraxis – die Waagschale. Dabei gleichen wir ab: „Wie ist der Preis? Was bekomme ich dafür?“
In diesem RUHMservice-Blogbeitrag erfahren Sie, warum das für Ihre Tierarztpraxis so wichtig ist und vor allem was Sie und Ihr Team aktiv unternehmen können:
Wenn Berichterstattung zur Belastung für Tierarztpraxen wird – das aberwitzige Medien-Mantra
Die öffentliche Diskussion um vermeintlich „überhöhte“ Tierarztkosten reißt nicht ab. Und ja, es ist manchmal schwer auszuhalten. Seit über 25 Jahren bin ich in der Branche unterwegs, doch die ständige Wiederholung dieser irreführenden Narrative sorgt immer wieder für Kopfschütteln.
Warum?
Weil die meisten dieser Berichte auf Halbwissen oder schlicht falschen Annahmen beruhen. Sie zeichnen ein verzerrtes Bild der Tiermedizin und lassen wichtige Faktoren völlig außer Acht:
● Gestiegene Betriebskosten – Miete, Energie, Verbrauchsmaterialien und Gehälter steigen stetig.
● Hochqualifiziertes Fachpersonal – Die Arbeit von Tierärztinnen, Tierärzten und TFA ist anspruchsvoll und verdient angemessene Honorierung.
● Moderne Diagnostik & Behandlungen – Medizinischer Fortschritt bedeutet bessere Versorgung, aber auch Investitionen in Ausstattung und Weiterbildung.
Gleichzeitig boomt der Heimtiermarkt! Der Jahresbericht des Industrieverbandes Heimtierbedarf (IVH) zeigt seit Jahren zweistellige Wachstumsraten. Hochwertige Futtermittel, Premium-Zubehör, Haustier-Versicherungen – alles gefragter denn je. In Deutschland lag der Jahresumsatz der Branche erstmals bei mehr als sieben Milliarden Euro. Doch wenn es um die Gesundheit der Tiere geht, sind plötzlich selbst faire Preise ein Problem?
Der Preis für die Impfung beim Hund oder bei der Katze – ein medialer Kommunikationsirrsinn
Besonders absurd ist die Fixierung auf den Preis einer einzelnen Impfung. Kaum eine Leistung wird medial so gerne als „Referenz“ für das Preisniveau einer Tierarztpraxis genutzt.
Ein Blick in die Google-Suche zeigt: Preisangaben für Impfungen zwischen 30 und 70 Euro kursieren überall. Aber sind diese Angaben – realistisch?
Der Auszug der RUHMservice-Standardbehandlungen zeigt, dass eine GOT-konforme Impfung bereits im einfachen Gebührensatz deutlich über den in Berichten genannten Preisen liegt – und das ohne 19 % Mehrwertsteuer.

Doch selbst dieser Betrag spiegelt nur einen Teil des tatsächlichen Aufwands wider.
Woran kaum jemand denkt – der unsichtbare Aufwand
Eine Impfung ist weit mehr als das Setzen einer Spritze. Sie erfordert, neben der tierärztlichen Zeit:
- Individuell benötigten Impfstoff – Beschaffung, Lagerung und fachgerechte Anwendung.
- Verbrauchsmaterialien – Spritzen, Kanülen, Desinfektionsmittel, Tupfer, Handschuhe, Papierhandtücher, Flüssigseife.
- Logistische Prozesse – Warenbestellung, Wareneingangskontrolle, Einlagerung, Bereitstellung in den Behandlungsräumen.
- Entsorgung – Verpackungsmaterialien und medizinische Abfälle müssen fachgerecht entsorgt werden.
Doch all das wird in der öffentlichen Debatte gerne ignoriert. Noch wichtiger dabei ohnehin: Eine Impfung ist weit mehr als nur ein Pieks! Die Suchanfragen in dem Zusammenhang zeigen wo das Problem liegt:

Der tierärztliche Jahrescheck – weil es primär nicht mal um die Impfung geht!
„Impfen“ – also einem Tier einen Impfstoff injizieren – das könnte ich als Berater auch. Was ich aber nicht mal ansatzweise kann, das ist das was Tierärztinnen und Tierärzte in einem jahrelangen Studium lernen und im Rahmen Ihrer täglichen Arbeit immer weiter perfektionieren: Ein Tier, wie beispielsweise einen Hund, bereits beim Betreten des Behandlungsraumes, mit einer umfassenden Repertoire an Fachwissen, ganz anders zu sehen als ich es je könnte. Wie ist der Gang? Wie ist der Ernährungs- und Pflegezustand? Wie sehen die Augen aus? Wie riecht das Tier?
All das passiert – zumeist eher unbewusst – bereits bevor eine Tierärztin oder ein Tierarzt den Hund überhaupt das erste Mal angefasst hat. Vielleicht liegt auch gerade da dabei das Problem: der Wert für die eigene Leistung und Kompetenz wird oftmals nicht wahrgenommen – weil all dies ja selbstverständlich ist. Wenn ich als Dienstleister den eigenen Wert nicht erkenne, wie sollen meine Kunden ihn dann erkennen?
Gerade die vermeintlichen Routineleistung „Impfung“ wird ja bereits kommunikativ oftmals bagatellisiert. „Ist ja schließlich nur zum impfen…“.
Genau da liegt der „Hase im Pfeffer“! (Note to myself: gleich mal recherchieren woher das Zitat kommt)
Wenn Ihre Kunden glauben, dass es völlig egal ist wer ihrem Tier den ggf. erforderlichen Impfstoff injiziert, was soll dann ausser dem Preis für diese Leistung als Kriterium entscheidend sein?
Ihre tierärztliche Kompetenz liegt nicht in der Injektion eines Impfstoffes, sondern in der gründlichen allgemeinen Untersuchung des Tieres. Das ist die entscheidende Leistung auf die es ankommt.
Und da bin ich als Tierhalter anspruchsvoll und wählerisch. Denn im übertragenen Sinne werden Hunde und Katzen, auch beim Jahrescheck mit Impfung, nur etwa alle sieben Jahre überhaupt einer Ärztin oder einem Arzt vorgestellt. Ist das Tier gesund wird am Ende, quasi als „Sekundärleistung“, die individuell erforderliche Impfung vorgenommen – als ergänzende Vorsorgeleistung vor Infektionskrankheiten. Und dabei ist es wichtig, dass eben kein „längerer Zeitraum vergangen ist“.

Diese Information muss in die Köpfe Ihres Teams und dann in die Köpfe Ihrer Kunden!
Mit den Medien der „Initiative tierärztlicher Jahrescheck®“ kann das Team Ihrer Tierarztpraxis diese Botschaft – im Sinne der eigenen Berichterstattung – effektiv und konsequent kommunizieren.

Übergeben Sie z.B. den Jahrescheck-Folder jedem neuen Kunden Ihrer Tierarztpraxis und jdem Bestandskunden beim nächsten „Impftermin“. Nutzen Sie ggf. ergänzend das Jahrescheck-Poster und die speziell entwickelten Jahrescheck-Impfpasskarten mit dem TÜV-ähnlichen Emblem. So kommt die wichtige Botschaft „einmal jährlich zum Jahrescheck“ endlich an. Weil Sie nicht für 50 Euro (inkl. MwST) impfen können und wollen.
FAZIT: Eine gute tierärztliche Versorgung hat ihren Wert. Es liegt an Ihrem Team, diesen Wert sichtbar zu machen. Professionelle Medien geben Ihnen und Ihrem Praxisteam dazu den entsprechenden Rahmen
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte
P.S.: Kleinteile eines Hasen, die sich nicht für einen Braten eigneten, wurden früher als sogenanntes “Hasenklein” in eine dunkle Brühe eingelegt und darin zu einer Art Ragout gekocht. Diese scharfe Gewürzbrühe wurde “Pfeffer” genannt. Es war keine einfache Sache, diese Stückchen in der Pfeffersauce ausfindig zu machen. Daher liegt also der Hase im Pfeffer! 😉

Das Marketing der Tierarztpraxis – so erinnern Sie Kunden wirklich effektiv
Sie sind eine der wenigen Maßnahmen für das aktive Marketing der Tierarztpraxis: Die Erinnerungen – z.B. an den Jahrescheck mit Impfung oder andere Vorsorgeleistungen – Ihrer Tierarztpraxis sind mehr als nur Service. Sie zeigt Verantwortung, stärken das Vertrauen in Ihre Tierarztpraxis und fördern die Bindung Ihrer Kunden. Doch in der Flut digitaler Nachrichten wie SMS, E-Mails oder App-Benachrichtigungen gehen solche wichtigen Botschaften immer häufiger unter.
Wie kann das Recall Ihrer Tierarztpraxis also effektiver gestaltet werden? Die Antwort: Setzen Sie auf hochwertige Postmailings. Warum? Weil sie auffallen, Vertrauen schaffen und nachhaltig wirken.
Das Erinnerungssystem Ihrer Tierarztpraxis: Digital ist effizient – Post ist effektiv
Täglich prasseln unzählige digitale Nachrichten auf uns ein. Viele davon bleiben ungelesen oder verschwinden im digitalen Nirwana. Erinnerungen per SMS oder E-Mail leiden unter denselben Problemen: Spam-Filter, veraltete Adressen und eine überlastete Aufmerksamkeitsspanne Ihrer Kunden.
Postmailings dagegen durchbrechen dieses Muster. Eine liebevoll gestaltete Postkarte wird garantiert gesehen, angefasst, gelesen – und bleibt oft noch Tage auf dem Küchentisch liegen. Ihre Botschaft bleibt präsent, auch wenn die Postkarte schon längst in der Hand des Kunden liegt.
Die CMC Print-Mailing-Studie von Deutsche Post und Collaborative Marketing Club (CMC) untersucht jährlich die Werbewirkung von Print-Mailings an Bestandskunden. Im Jahr 2023 lag der Studien-Fokus auf der Frage, inwieweit sich Verstärker wie QR-Codes und Störer auf den Erfolg von Print-Mailings auswirken. Das Ergebnis: Der Einsatz solcher Verstärker steigert die Conversion Rate (Diese Kennzahl gibt den prozentualen Anteil der Empfänger wieder, die letztlich die gewünschte Handlung durchgeführt haben.) um bis zu 33 Prozent!
Die individuellen RUHMservice-Postkarten für Tierarztpraxen werden daher immer häufiger mit einem QR-Code gestaltet, der beispielsweise direkt zur Online-Terminbuchung Ihrer Praxis führt. So vereinen Sie das Beste aus beiden Welten: analoge Präsenz trifft auf digitalen Komfort.
Das macht ein Recall per Postkarte zum Premium-Service
✅ Hohe Aufmerksamkeit: Physische Post hat Öffnungsraten von bis zu 90 % – Postkarten sogar annähernd 100 %. Werfen Sie eine Postkarte einfach weg, ohne sie zu lesen? Die meisten Ihrer Kunden auch nicht.
✅ Persönliche Ansprache: Eine Karte mit persönlichem Gruß signalisiert: „Wir kümmern uns wirklich um Sie und Ihr Tier.“
✅ Emotionale Wirkung: Sympathische Tiermotive oder die humorvollen Uli Stein Cartoons und ein freundlicher Ton sprechen Herz und Verstand gleichermaßen an.
Warum Postkarten besonders gut zu der Zielgruppe einer Tierarztpraxis passen
Die Altersstruktur Ihrer Kunden spricht klar für Postmailings. Über 65 % der Tierhalter sind über 40 Jahre alt – viele davon bevorzugen die analoge Kommunikation. Vor allem die zahlungskräftigen über 60-Jährigen schätzen den persönlichen und hochwertigen Kontakt. Hier bieten Postmailings ein entscheidendes Alleinstellungsmerkmal: Sie schaffen Vertrauen und Wertschätzung.

Postkarten: Einfach besseres Marketing für Ihre Tierarztpraxis
Ob SMS, E-Mail oder Tierhalter-App: Kein digitaler Kommunikationsweg erreicht all Ihre Kunden. Denn nicht jeder Kunde installiert Ihre individuelle Praxis-App, oder stellt eine aktuelle E-Mail-Adresse zur Verfügung. Daher kann ein digitales Recall niemals konsequent sein.
Prüfen Sie es selbst: Wie viele Ihrer aktiven Kunden aus den letzten 12 Monaten nutzen tatsächlich Ihre App? Und wie hoch ist der Anteil der Kunden, von denen Sie eine gültige Mailadresse gespeichert haben? Die Ergebnisse könnten überraschend sein – und zeigen, warum digitale Kanäle allein oft nicht ausreichen.
Studien belegen: Unternehmen wie Tierarztpraxen, die auf Postmailings setzen, erzielen höhere Kundenbindung und stärken ihr Image als verantwortungsvolle Praxis. Dieser Ansatz hebt Sie von der Konkurrenz ab, fördert langfristige Kundenbeziehungen und hilft dabei, Idealkunden für Ihre Praxis zu gewinnen.
Fazit: In einer Welt, die zunehmend digital kommuniziert, fällt das Analoge auf. Mit Postkarten umgehen Sie nicht nur das thema DSGVO, sondern Sie setzen ein Zeichen der echten Wertschätzung und schaffen bleibende Verbindungen zu Ihren Kunden – ein echter Gewinn für das Marketing und das gute Image Ihrer Tierarztpraxis. So steigern Sie auch die aktive Weiterempfehlung Ihrer Praxis.
Herzliche Grüße und eine „tierisch erfolgreiche Zeit“

Ihr Raphael M. Witte

E-Rechnungen – Tipps und Infos für Tierarztpraxen
Informationen und Tipps zum Versand und Empfang von elektronischen Rechnungen für Tierarztpraxen
Ab dem 1. Januar 2025 treten für Tierarztpraxen in Deutschland neue Verpflichtungen im Umgang mit elektronischen Rechnungen (E-Rechnungen) in Kraft. Mit diesem Beitrag erhalten Sie alle Inhaberinnen und Inhaber einer Tierarztpraxis alle wichtigen Informationen:
Definition E-Rechnung: Eine E-Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. Formate wie XRechnung oder ZUGFeRD erfüllen diese Anforderungen. Alle wichtigen Informationen zur elektronischen Rechnungsstellung (eInvoicing) der EU erhalten Sie hier [hier klicken].
Pflichten bei E-Rechnungen für Tierarztpraxen – das gilt ab 1. Januar 2025:
Empfang von E-Rechnungen: Tierarztpraxen müssen sicherstellen, dass sie ab diesem Datum technisch in der Lage sind, E-Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten. Dies betrifft insbesondere Geschäftsbeziehungen mit anderen Unternehmen (B2B), also z.B. alle Lieferanten (wie Pharmafirmen, Labordienstleister, tec.) und alle Firmenkunden.
Beitrag und Tipps als PDF herunterladen [hier klicken]EXTRA-TIPP: Den Empfang von E-Rechnungen können Sie schnell und einfach mit dem kostenfreien Tool von WISO MeinBüro sicherstellen. Nach einer Registrierung mit E-Mail und Kennwort können empfangene Rechnungen per Drag and Drop eingefügt und ausgelesen werden. Wählen Sie dazu einfach die kostenfreie Version unter:
https://www.buhl.de/buero/preisuebersicht/

Versand von E-Rechnungen – für den VERSAND von E-Rechnungen gelten Übergangsfristen:
Bis 31. Dezember 2026: Papierrechnungen oder PDF-Rechnungen sind mit Zustimmung des Empfängers weiterhin zulässig.
Bis 31. Dezember 2027: Betriebe mit einem Umsatz bis 800.000 Euro im Vorjahr dürfen weiterhin Papierrechnungen oder PDF-Rechnungen versenden, sofern der Empfänger zustimmt.
Ab 1. Januar 2028: Die E-Rechnungspflicht gilt uneingeschränkt für alle Praxen sowohl beim Empfang als auch beim Versand.
Ausnahmen:
Kleinbetragsrechnungen: Rechnungen bis 250 Euro dürfen weiterhin in Papierform oder als PDF ausgestellt werden.
Leistungen an Privatpersonen (B2C): Die Pflicht zur E-Rechnung betrifft primär den B2B-Bereich. Rechnungen an Privatpersonen können weiterhin in herkömmlicher Form erfolgen.
Tipps & Empfehlungen zur Umsetzung der E-Rechnungspflicht für Tierarztpraxen
- Technische Vorbereitung: Überprüfen Sie Ihre Praxissoftware und Buchhaltungssysteme auf die Fähigkeit, E-Rechnungen im vorgeschriebenen Format zu empfangen und zu verarbeiten. Gegebenenfalls sind in Ihren Systemen Updates oder ergänzende Lösungen erforderlich.
- Schulung des Personals: Stellen Sie sicher, dass Ihr Team im Umgang mit E-Rechnungen geschult ist, die wichtigsten Informationen erhält und die neuen Prozesse versteht.
- Kommunikation mit Geschäftspartnern: Informieren Sie Ihre Lieferanten und Geschäftspartner über Ihre Vorgehensweise zum Empfang von E-Rechnungen und klären Sie die bevorzugten Formate, Ihre Mailadresse und Übermittlungswege.
- Datenschutz und Sicherheit: Achten Sie auf die Einhaltung der Datenschutzrichtlinien und implementieren Sie Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz elektronischer Daten.
- Beratung einholen: Konsultieren Sie Ihren Steuerberater oder IT-Dienstleister, um sicherzustellen, dass alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt sind und um Unterstützung bei der Implementierung zu erhalten, z.B. bei der Einrichtung einer dezidierten Mailadresse für den Rechnungsempfang (z.B. rechnung@tierarztpraxis-mustermann.de).
FAZIT: Durch frühzeitige Vorbereitung und Anpassung Ihrer Praxis an die neuen Anforderungen können Sie einen reibungslosen Übergang zur verpflichtenden Nutzung von E-Rechnungen gewährleisten. Wenn Sie bisher noch nicht gehandelt haben, nutzen Sie einfach unseren Extra-Tipp von Seite 1 und sichern Sie die Möglichkeit E-Rechnungen empfangen zu können. Für den Versand gelten ohnehin die angegebenen Übergangsfristen.
Die Pflicht zum Empfang und Versand von elektronischen Rechnungen reiht sich in die wachsende Liste administrativer Anforderungen an eine Tierarztpraxis ein. Diese administrativen Aufgaben beanspruchen zunehmend die ohnehin knappe Zeit von Praxisinhaberinnen und -inhabern und/oder erhöhen die Personalkosten. Daher ist es umso wichtiger, konsequent alle erbrachten Leistungen abzurechnen und frühzeitig den GOT-Faktor der Praxis anzupassen. Unterstützen Sie dies durch ein professionelles Marketing Ihrer Praxis!
Kontaktieren Sie RUHMservice gerne, um dazu konkrete Tipps – inkl. Umsetzungsbegleitung – zu erhalten oder besuchen Sie den RUHMservice-Shop für das Management & Marketing Ihrer Tierarztpraxis.
Herzliche Grüße und eine besonders erfolgreiche Zeit in 2025

Ihr Raphael M. Witte

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