Tipps und Empfehlungen


10 Tipps für mehr persönliches Glück als Tierarzt!
16 Feb 2019

10 Tipps für mehr persönliches Glück als Tierarzt!

So steigern Sie als Tierarzt Ihr Glücksempfinden und Ihre Zufriedenheit!

Tiermedizin als unglücklicher Berufsstand? Das ist er ganz sicher nicht. Dennoch gibt es einige Rahmenbedingungen, die gerade Tierärzten ein glückliches (Privat-)leben nicht gerade erleichtern.

Dazu gehören die ungeliebten Euthanasien, finanzielle Sorgen des Tierbesitzers, die es möglicherweise nicht erlauben eine wichtige Behandlung durchzuführen, die Äußerung „Das ist aber teuer!“, weil Tiere in der Regel nicht krankenversichert sind und Tiermedizin immer anspruchsvoller wird oder wenn ein Tierbesitzer eine Fortsetzung der Behandlung fordert, obwohl es aus Sicht des Tierschutzes geboten erscheint, das Tier von seinem Leiden zu erlösen. Viele dieser Situationen sind emotional belastend und mit Stress verbunden.

Nicht jeder Tierarzt ist dieser Belastung dauerhaft gewachsen und so ist nicht nur das aktuell häufig thematisierte Burnout-Syndrom in der Veterinärmedizin ein Thema, sondern auch das erhöhte Selbstmordrisiko unter Tierärzten wurde in verschiedenen Studien nachgewiesen. Nicht nur in Großbritannien soll das Suizidrisiko bei Tierärzten dreimal so hoch sein, wie das der restlichen Bevölkerung. Der Beitrag „Wenn Mitgefühl tötet: Tierärzte begehen überdurchschnittlich oft Suizid“ der NEUE ZÜRICHER ZEITUNG hat das bekannte Thema wieder einmal aufgeworfen. In der  Ausgabe Nr. 16 (2018) der Zeitschrift VETimpulse findet sich ein Artikel  mit dem Titel „Das Glas ist doch halbleer“, in dem eine  Studie der britischen Coaching-Agentur „Engage“ zitiert wird, wonach Tierärzte und ihre Angestellten über wenig Selbstvertrauen – zumindest im Vergleich zu anderen Berufszweigen – verfügen. Die negative Stimmung habe einen desaströsen Effekt auf das Wohlbefinden aller Mitarbeiter. Eine selbstbewusstere, offenere und deutlich motiviertere Einstellung müsse dringend angestrebt werden.

Dabei trifft das Phänomen natürlich nicht nur die Veterinärbranche, denn das Angebot an verschiedenen Glücks- und Lebensratgebern für alle Bereiche ist nahezu unüberschaubar. Sicherlich ist dabei der ein oder andere Impuls für ein glücklicheres Leben zu gewinnen. Jemandem, der nach der Lektüre eines Buches von sich behaupten konnte, dauerhaft glücklich zu sein, ist mir bisher noch nicht begegnet. Die Äußerung eines Freundes geht mir in diesem Zusammenhang nicht aus dem Kopf:

Glück ist eine Frage Deiner persönlichen Entscheidung!

Zitat - Unbekannt

Recht hatte er. Was können Sie als Tierarzt also konkret verändern, um Ihr privates und berufliches Glücksempfinden zu steigern?

10 Tipps für Ihr persönliches Glück und Ihre Zufriedenheit als Tierarzt:

1. Kümmern Sie sich nicht darum, was Kunden, Kollegen, Freunde oder Verwandte über Sie persönlich denken! Natürlich wissen gerade Sie als Tierarzt, dass das unserer eigentlichen Intuition widerspricht, denn auch Menschen sind Rudeltiere. Der Anschluss an die eigene Sippe oder Gemeinschaft war früher überlebenswichtig, und dieses Programm tickt immer noch in uns. Dies lässt sich auch heute noch feststellen, wenn der „Gefällt-mir-Klick“ in einem sozialen Netzwerk nachweislich das Belohnungssystem aktiviert. Doch um welchen Preis? Wenn Sie sich dauernd  Gedanken darüber machen, was andere von Ihnen halten oder denken, verschwenden Sie ganz erheblich Energie. Seien wir ehrlich: Sie werden es ohnehin nicht allen recht machen können und bei dem Versuch, das zu schaffen, ist der Frust vorprogrammiert. Everybody’s Darling is everybody’s Depp. Tipp: Hören Sie ab sofort auf darüber nachzudenken, was andere über Sie denken!

2. Perfektion ist ein Mythos! Seien Sie als Tierarzt und Mensch natürlich so gut, wie Sie sein können, aber vermeiden Sie den Anspruch immer und in allen Bereichen perfekt sein zu wollen. Das Ergebnis ist, dass Sie ausgeglichener und entspannter werden. Sie werden dadurch automatisch die Kunden und Menschen anziehen, die wirklich zu Ihnen und Ihrer Tierarztpraxis passen. Tipp: Wenn Sie gar nicht erst versuchen, es allen recht und immer perfekt zu sein, haben Sie die große Chance Ihren Beruf und Ihr Leben nach Ihren eigenen Werten und Vorstellungen zu leben – schließlich sind Sie nicht Bruce Allmächtig.

3. Hören Sie sofort auf, Zeit und Energie in etwas zu investieren, von dem Sie gar nicht wollen, dass es passiert. „Was ist, wenn meine angestellte Tierärztin kündigt oder schwanger wird? Hoffentlich bekomme ich keine Steuerprüfung.“ Mit diesen Gedanken ändern Sie ohnehin nichts, sondern lenken Ihre Aufmerksamkeit und Energie nur auf negative Eventualitäten. Ich habe in meinem Büro ein „Feel Good Board“, das ist eine Pinnwand, an die ich ausschließlich Dinge hefte die mich an positive Momente und Erfolgserlebnisse erinnern. Tipp: Hören Sie auf zu grübeln! Denken Sie an schöne Momente, das gibt Ihnen Energie und motiviert.

4. Menschen, die mit Ihnen z.B. über andere Tierarztpraxen oder Kollegen lästern, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über Sie lästern, wenn ihnen etwas nicht passt. An Gerüchte zu glauben ist wie die Schilderung des Blinden von der Farbe, denn Ihnen fehlen in der Regel die Fakten für eine wirklich objektive Bewertung. Tipp: Hören Sie sofort auf mit Anderen oder über Andere zu lästern!

5. Nehmen Sie die Dinge nicht persönlich! In den Kommunikationstrainings erlebe ich immer wieder die Subjektivität der Wahrnehmung. Jeder macht sich ohnehin seine eigene Realität, egal wie Sie sich verhalten. Häufig haben die Reaktionen anderer nichts mit Ihnen zu tun. Kennen Sie das Vier-Ohren-Modell nach Schulz von Thun? Menschen, die besonders stark auf dem Beziehungsohr hören, sind häufig besonders gestresst und weniger glücklich. Tipp: Achten Sie in Ihrer Kommunikation einmal mehr darauf, was der Andere wirklich sagt und warum er etwas sagt. Sich sofort angegriffen oder kritisiert zu fühlen ist nämlich viel weniger häufig gerechtfertigt, als wir es empfinden.

6. Wenn wir uns ernst nehmen, hoffen wir unbewusst, dass Andere das auch tun. Fakt ist: Sie sind definitiv einzigartig! Es gibt Sie nur ein einziges Mal unter fast acht Milliarden Menschen. Gönnen Sie sich den „Luxus“ – seien Sie einfach derjenige, der Sie wirklich sein möchten. Tipp: Nehmen Sie sich selbst zwar ernst, aber nicht zu wichtig! Lachen Sie dabei durchaus auch einmal über sich selbst. Das wirkt natürlich souverän und Humor macht zusätzlich attraktiv.

7. Hören Sie sofort auf sich zu ärgern! Sie haben eine Behandlungsmöglichkeit übersehen? Ein Kunde war zu einer Mitarbeiterin unverschämt, hat über den Preis gemeckert oder ist unbelehrbar? Ich bin nach 18 Jahren in der Veterinärbranche immer noch erstaunt was tierärztliche Praxisteams zuweilen erleben. Versuchen Sie es stattdessen mit Humor. Ich habe kürzlich über eine Tierärztin geschmunzelt, die nach einer emotional belastenden Situation mit einem Kunden leise zu sich selbst sagte: „Gute Besserung!“ Tipp: Wut, Frust und Ärger sind allerdings echte Energiekiller. Entsagen Sie diesem negativen Trio ein für alle Mal.

8. Je mehr Dinge man hat, desto mehr haben einen die Dinge! Schauen Sie beruflich z.B. einmal kritisch in Ihre Apotheke. Werden alle Medikamente wirklich benötigt? Gibt es mehrere Präparate oder Formulierungen für die identische Indikation? Auch privat lohnt ein prüfender Blick in die Garage, in Ihre Schubladen, auf den Dachboden oder in den Kleiderschrank. Wir alle geben ständig Geld für Dinge aus, die wir häufig gar nicht brauchen. Das Verrückte dabei ist, dass wir uns diese Dinge ja erst einmal hart erarbeiten müssen, und dann jammern wir über fehlende Freizeit oder fühlen uns wie im Hamsterrad. Tipp: Überlegen Sie, was Sie wirklich benötigen und was Ihnen wirklich wichtig ist und wo Verzicht durchaus auch mehr Lebensqualität und bewusste Momente bedeuten kann. Entrümpeln Sie Ihr Umfeld und reduzieren Sie es auf das Wesentliche.

9. Legen Sie Ihren emotionalen Rucksack ab! Wir alle haben im Laufe unseres Lebens unschöne Dinge erlebt. Wir wurden alle schon einmal verletzt, enttäuscht oder belogen. Sie haben sich z.B. für einen Mitarbeiter oder Kunden besonders engagiert und es wurde Ihnen nicht gedankt? Sie können all diese Erfahrungen wie schwere Steine in Ihren „emotionalen Rucksack“ packen und auf Ihrem Lebensweg mittragen. Ändert dies etwas, oder macht es Ihnen Ihren Weg leichter? Im Gegenteil! Meist sind es sogar die negativen Erfahrungen, die Ihnen etwas gelehrt und Sie am Ende stärker gemacht haben. Meine persönliche Devise: „Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist!“ Tipp: Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und ein Blatt Papier. Notieren Sie die „Steine“, die Sie in Ihrem Rucksack mitschleppen. Verbrennen Sie dieses Blatt feierlich und laufen Sie anschließend deutlich unbeschwerter weiter.

10. Absolute Kontrolle ist eine Fata Morgana! Mal ehrlich: Was oder wen können Sie wirklich dauerhaft kontrollieren? Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller verändert und die sich durch den Einzelnen nicht steuern lässt. Gerade in Beratungsprozessen mit Tierarztpraxen zeigt sich schnell, wem es gelingt, Neues interessiert anzunehmen. Diese Personen machen meist auch einen zufriedeneren und glücklicheren Eindruck. Tipp: Werden Sie nicht zum Hüter des „Das haben wir schon immer so gemacht“-Grals und bewahren Sie sich ein wenig die kindliche Neugierde. Es gibt noch viel zu entdecken – zum Glück!

Fazit: Eins ist klar, für das persönliche Glücksempfinden ist jeder zunächst selbst verantwortlich. Einige Entscheidungen und Änderungen der persönlichen Verhaltensmuster können dabei einen großen Effekt auf die Lebensqualität haben. Sie erhalten als Tierarzt erfahrungsgemäß regelmäßig positives Feedback, z.B. von Tierhaltern, deren Tieren es – Dank Ihnen – wieder besser geht. Mit unserem Folder zum Empfehlungsmarketing z.B. können Sie die positiven Rückmeldungen sogar deutlich verstärken und für emotionalen Rückenwind sorgen.

Sie haben häufig keinen Einfluss auf andere Menschen oder bestimmte Situationen, aber auf Ihre Einstellungen und Gedanken. Mit Ihrem persönlichen Glück ist es nämlich wie mit dem Erfolg Ihrer Tierarztpraxis: Das Match wird zwischen den Ohren gewonnen.

Ich wünsche Ihnen eine glückliche Zeit!

Herzlichst

Raphael Witte


Ruhmservice im Interview mit: VetStage
31 Jan 2014

Ruhmservice im Interview mit: VetStage

Ein Interview mit den Machern von VetStage

Von Praktikum bis Praxisnachfolge – VetStage die Karriereplattform der Tiermedizin

Mitarbeiter sind das wertvollste Gut, insbesondere für einen Dienstleistungsbetrieb wie eine eine Tierarztpraxis. Ruhmservice Consulting unterstützt mit der Medienpartnerschaft die neue Karriereplattform für den veterinärmarkt VetStage.

Raphael Witte (Inhaber von Ruhmservice Consulting) sprach dazu mit Lisa Leiner (Tierärztliche Geschäftführerin bei VetStage). Erfahren Sie in diesem Interview was VetStage konkret bietet und erhalten Sie genauere Informationen zu den Machern hinter diesem spannenden StartUp der Veterinärmedizin.

VetStage bezeichnet sich selbst als eine Karriereplattform – was heißt das konkret?

VetStage bietet Veterinärmedizinern und TFAs aus den verschiedensten Bereichen eine effektive Vermittlung von passgenauen Arbeitsstellen, auf die sie sich direkt online bewerben können. Arbeitgeber, die auf der anderen Seite neue Mitarbeiter suchen, können auf unserer Webseite mit wenigen Mausklicks Stelleninserate eigenständig aufgeben und verwalten. Abgerundet werden unsere Leistungen durch die Vermittlung von Praxisübernahmen, denn manchmal ist die Übernahme einer Praxis eine sinnvolle Alternative zu einer kompletten Neugründung.

Im Unterschied zu einer klassischen Jobbörse, vermittelt VetStage zusätzlich Praktika, Dissertationen und Mentoren für Tiermedizinstudierende. Durch Mentoring z.B. erhalten Studierende bereits sehr früh einen guten Einblick in ihren späteren Arbeitsalltag. Die individuelle Begleitung und Unterstützung während des Studiums erleichtert ihnen als Folge den Einstieg in den späteren Beruf. Wer sich nur über Praktika, Berufsmöglichkeiten, Personalangelegenheiten oder Bewerbungstipps informieren möchte, ist bei uns ebenfalls richtig: Die VetStage-Blog-Seite informiert mit ständig neuen Artikeln über aktuelle Themen. Die Plattform VetStage bietet somit ideale Voraussetzungen für jede denkbare Karriere im Veterinärmarkt.

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Gründer und Mitarbeiter der Kariereplattform VetStage

Wie entstand die Idee zu VetStage?

Die Idee eine Karriereplattform für Veterinärmediziner zu gründen, entstand vor etwa zwei Jahren. Sie basiert auf Erfahrungen die ich persönlich bei der Suche nach passenden Praktikumsstellen während des Studiums bzw. auch später nach Stellenangeboten hatte. Dabei habe ich festgestellt, dass es vielen Mitstudenten und Absolventen ganz ähnlich ging. Die Herausforderung war häufig, das individuell passende Angebot zu finden.

Am Anfang war es „nur“ eine Idee. Um diese umzusetzen, habe ich mich zuerst an den Bundesverband der Veterinärmedizinistudierenden Deutschland e.V. (bvvd) gewandt. Der Geschäftsführer des bvvd e.V., Herr Daniel Medding, hat die Idee einer Karriereplattform spontan befürwortet. Die konkrete Planung für VetStage begann dann gemeinsam mit dem bvvd e.V.. Ein StartUp wie VetStage kann nicht ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis funktionieren. Daher gründete Herr Medding mit einem Team aus Informatikern und Betriebswirten vorab das Unternehmen Vetizin. Aus dieser Konstellation ist zusätzlich die Gründung „Tierheimhelden“ hervorgegangen. Auf der Plattform www.tierheimhelden.de finden Tiersuchende und Tierheimtiere initial zueinander. Mit der Unterstützung von bvvd und Ve- tizin, haben wir dann gemeinsam die Grundidee mit der Karriereplattform VetStage ins Leben gerufen.

Seit wann gibt es VetStage und wie möchten Sie die Plattform selbst positionieren?

Mit der konkreten Umsetzung haben wir im Oktober 2012 begonnen. Vom Mai bis Juli 2013 war die BetaVersion von VetStage online. Bis November 2013 arbeiteten wir dann das wertvolle Feedback, die zahlreichen Verbesserungsvorschläge und die zusätzlichen Wünsche der Nutzer auf und optimierten die Plattform. Ab dem 11.11.13 wird VetStage dann in der völlig neu überarbeiteten Version online verfügbar sein. Wir wissen, dass es vielen Nutzern besonders wichtig ist, dass die Seite klar und übersichtlich bleibt. Daher verzichten wir ganz bewusst auf Bereiche wie Fortbildungen, Terminübersicht, Produktbestellungen oder Lexika. VetStage hat einen klaren Fokus!

Welche Personen stecken hinter VetStage und wie sind die Kompetenzen verteilt?

Zum einen ist da das Team von Vetizin, welches aus fünf Mitarbeitern besteht. Dazu gehören neben Herrn Daniel Medding als Tierarzt zwei Wirtschaftswissenschafter, Herr Dennis Kirpensteijn und Herr Christopher Waldner. Diese sind für die Entwicklung des Geschäftsmodells und den Vertrieb verantwortlich. Stefan Graf und Moritz Weber sind die Experten die sich um das online Marketing und die Programmierung der Webseite kümmern. Ich selbst bin als tierärztliche Geschäftsführerin die direkte Ansprechpartnerin und Kontaktperson für alle Fragen und Anregungen rund um VetStage, denn der persönliche Kontakt ist häufig durch nichts zu ersetzen.

Bitte beschreiben Sie kurz Ihren Aufgabenbereich etwas ausführlicher. Wofür sind Sie genau verantwortlich?

Ich bin Ansprechpartnerin für alle unsere Kunden und Nutzer. Dazu gehören vor allem die persönliche Betreuung und die Hilfestellung bei jeglichen Fragen rund um unser Angebot. Ergänzend mache ich auch neue Nutzer auf die Plattform aufmerksam, dies ist in der jetzigen Phase besonders wichtig um in der Branche bekannter zu werden. Zusätzlich betreue ich den VetStage Newsletter und unseren Blog.

Die persönliche Vermittlung von Mentoren ist für mich eine echte Herzensangelegenheit. Ich habe bereits Anfragen von Studenten erhalten, die einen Mentor suchen und konnte bereits einige Kontakte erfolgreich herstellen, dies freut mich ganz besonders.

Welche Zielgruppen sprechen Sie genau an und welchen Mehrwert bieten Sie den Besuchern?

Unsere Zielgruppe sind alle Veterinärmediziner! Vom Studenten, über den Absolventen, praktischen Tierarzt bis hin zum Industrietierarzt. Alle Personen, die in irgendeiner Form tiermedizinisch tätig sind oder sein werden, sind auf unserer Webseite richtig. Nicht zu vergessen natürlich auch die Tiermedizinischen Fachangestellten, die in dieser Form ebenfalls noch keine zentrale Anlaufstelle für Stellen und Ausbildungsplätze haben. Den Mehrwert stellt für unsere Besucher vor allem die Zeitersparnis bei der Suche und die Übersichtlichkeit dar. Nutzer brauchen beispielsweise die benötigten Daten nur einmalig in ein Profil einzugeben. Arbeitnehmer können sich dadurch schnell und einfach per Klick auf verschiedene Angebote bewerben. Als Arbeitgeber haben Sie ebenfalls alle Infos rund um Ihr Inserat an einem Platz und sparen dadurch wertvolle Zeit. Um die Suche nach passenden Arbeits- stellen ergänzend zu erleichtern, verfügt VetStage über eine Detailsuche. Diese ermöglicht die Eingabe von spezifischen Kriterien.

Neues Design der Kariereplattform VetStage

Neues Design der Kariereplattform VetStage

Wie finanziert sich die Plattform?

Aktuell wird VetStage noch über private Mittel finanziert. Mittelfristig wird die Plattform über Premium- und Businessangebote finanziert, die eine zusätzliche Individualisierung von Anzeigen ermöglichen. Highlight und nicht selbstverständlich: Die Standardanzeige wird bei VetStage immer kostenfrei bleiben! Um dies zu er- möglichen, werden wir mit wenigen, aus- gewählten Sponsoring-Partnern arbeiten.
Wie hoch ist die Investition wenn ich als Praxisinhaber beispielsweise einen Mitarbeiter suche?
Die Gebühren für ein Inserat hängen davon ab, für welche Stelle ein Mitarbeiter gesucht wird und ob ein Business- oder Premiumeintrag gewünscht ist. Die Gebühr für ein Premiuminserat inklusive einer Stellenbeschreibung mit unbegrenzten Zeichen, dem Hochladen des eigenen Logos und die Verwendung von bis zu drei Fotos liegt z.B. bei 49,00€ netto.

Ruhmservice Consulting ist Vetstage Medienpartner geworden. Welche Funktion haben die VetStage Medienpartner genau?

Zu den handverlesenen Medienpartnern haben wir eine reine Marketingkooperation. Dies sind Experten im Veterinärmarkt und Multiplikatoren für unser Angebot. Um die Reichweite von VetStage, besonders in der Anfangszeit auszubauen, sind die Medienpartner für uns sehr wichtig. Zusätzlich erhalten wir externe Kompetenz bei den relevanten Leistungen zu unserem Angebot. Davon profitieren dann auch die Nutzer.
Dazu stellen wir den Medienpartnern Informationen zu VetStage zu Verfügung. Diese werden von unseren Medienpartnern z.B. in Pressemitteilungen, Newslettern und auf der jeweiligen Webseite verwendet. Im Gegenzug können die Medienpartner sich selbst und ihre Leistungen z.B. durch einen Fachartikel in unserem Blog vorstellen. Dadurch werden unsere Nutzer auf ergänzende Leistungen, z.B. zur Praxismanagementberatung von Tierärzten, aufmerksam die sie sonst evtl. nicht gefunden hätten.
Wie sieht es mit der Datensicherheit für die verschiedenen Nutzer aus?

Datensicherheit ist uns sehr wichtig. Die Daten werden selbstverständlich nie an Dritte ohne Einverständnis des jeweiligen Nutzers weitergegeben. VetStage ist eine eigenständige Gesellschaft, daher gelten ohnehin juristisch ganz besondere Richtlinien hinsichtlich der Datensicherheit. Für Arbeitgeber, die Ihre Daten nicht veröffentlichen möchten, bieten wir langfristig auch anonyme Anzeigen an. Falls bereits aktuell der Bedarf nach einer anonymen Stellenanzeige besteht, ist dies über eine persönliche Kontaktaufnahme aber auch bereits jetzt möglich.

Worüber würden Sie sich bei der weiteren Entwicklung persönlich von VetStage besonders freuen?

VetStage soll einen echten Mehrwert für die Studierenden der Veterinärmedizin und für die Tierärzte schaffen. Unser Ziel ist es während und nach dem Studium möglichst schnell die passenden Menschen zusammen zu führen.
Unsere Vision: Niemand soll von unpassenden Praktika enttäuscht werden, kein Tierarzt soll Sorge haben, keinen geeigneten Nachfolger oder Mitarbeiter finden zu können. Wir möchten alle Berufssparten in der Veterinärbranche aktivieren. Wenn wir mit VetStage dazu einen Beitrag leisten können, haben wir das Ziel unseres Teams erreicht.

Es gibt einen Satz, der für mich persönlich sehr gut zu diesem Ziel passt: “Zum Erfolg gibt es keinen Lift, man muss die Treppe nehmen.” Ich hoffe, dass VetStage diese Treppe für jeden einzelnen wird.

Vielen Dank für das interessante Interview und viel Erfolg für die weitere Entwicklung dieser interessanten Plattform.

Interview: Lisa Leiner (VetStage) und Raphael Witte (Ruhmservice Consulting)


Stromtarife vergleichen und sparen – so reduzieren Sie die Fixkosten Ihrer Tierarztpraxis
30 Dez 2013

Stromtarife vergleichen und sparen – so reduzieren Sie die Fixkosten Ihrer Tierarztpraxis

Stromtarife auf Rekordniveau – reduzieren Sie jetzt die Fixkosten Ihrer Tierarztpraxis!

Unsere Blogbeiträge und die Maßnahmen im Rahmen von langfristigen Praxisberatungendienen dazu den Umsatz und Gewinn Ihrer Tierarztpraxis zu verbessern. In diesem Beitrag soll auch die andere Stellschraube betrachtet werden, denn sinnvolle Kosteneinsparungen verbessern natürlich auch den Gewinn Ihrer Praxis. Wann und in welcher Höhe die nächste GOT-Anpassung erfolgt ist noch nicht sicher. Im Gegenteil, wie im Beitrag GOT und Tschüss Teil 1 und Teil2 beschrieben wurde, ist aktuell nicht sicher wie lange die GOT überhaupt noch bestand hat. Sicher ist allerdings, dass die Energiewende in Deutschland die nächste Stromrechnung mitschreiben wird.

Stromkunden müssen sich auf eine neue Welle von Preiserhöhungen gefasst machen. Der Grund: Die Ökostrom-Umlage steigt 2014 auf den Rekordwert von 6,240 Cent je Kilowattstunde. Das teilten die für die Verwaltung der Förderzahlungen zuständigen Übertragungsnetzbetreiber kürzlich mit. In der Vergangenheit wurden 5,277 Cent je kWh fällig. Bereits 2013 mussten Stromkunden eine um 50 Prozent höhere Zulage für Ökostrom zahlen. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz festgeschriebene Subvention, kurz EEG-Umlage, wurde auf 5,3 Cent pro Kilowattstunde angehoben. Nun droht an Anstieg auf Rekordniveau.

Was bedeutet ein gestiegener Strompreis für Ihre Tierarztpraxis?

Überdurchschnittliche Verbraucher, zu den auch Tierarztpraxen gehören, werden von der Erhöhung noch stärker getroffen. Eine Tierarztpraxis mit einem Jahresverbrauch von 6.500 Kilowattstunden zahlt (inklusive Steuern) sogar rund 150 Euro mehr.

Obwohl die Fördersätze in den vergangenen Jahren mehrfach gekürzt wurden, steigen die Kosten, weil immer mehr grüner Strom produziert wird und die Vergütung für 20 Jahre garantiert ist. Die Kosten werden auf die Verbraucher umgelegt. Große Teile der Industrie sind von der Abgabe weitgehend befreit, sodass die Privathaushalte umso mehr zahlen müssen. Mögliche Preiserhöhungen durch die Versorger sind in diesen Zahlen noch nicht einmal berücksichtigt. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Wettbewerbs und dem Preisdumping einiger “Non-Profit-Praxen” scheuen sich viele Praxen – zumindest bei den vergleichbaren Leistungen – vor Preiserhöhungen.

Laut BPT Praxiskostenvergleich liegt die Umsatzrendite einer mittleren Kleintierpraxis bei ca. 25 Prozent. Das bedeutet, dass von 100,- Euro Umsatz nur etwa ein Viertel, oder 25,- Euro als Gewinn verbleiben. Für jeden Euro den diese Praxis bei den Kosten einspart müssen somit vier Euro Umsatz nicht realisiert werden. Was natürlich nicht heißen soll das Sie dies nicht dennoch versuchen sollten. Hier wird nur deutlich wie stark die Summe der Kleinigkeiten bei den Kosten sein kann und das sinnvolle Einsparpotentiale unbedingt genutzt werden sollten.

Warum der Tierarzt gleich doppelt zahlt!

Tierärzte sind von steigenden Strompreisen doppelt betroffen, mit der Tierarztpraxis und dem privaten Haushalt. Wie können Sie jetzt strategisch handeln?

Der deutsche Michel jammert und klagt häufig über Politik oder Energiekonzerne. Leider ist er dabei zu behäbig, sich selbst einmal im Jahr um Alternativen zu seinem jetzigen Stromanbieter zu kümmern und dadurch richtig zu sparen. Dabei waren Preisvergleich und Wechsel noch nie so einfach wie heute.

Neben der Bequemlichkeit, der mangelnden Transparenz oder Informationen zu günstigeren Stromanbietern kursieren immer wieder verschiedene Gerüchte im Zusammenhang mit dem Anbieterwechsel. Das Gerücht, der Strom könnte beim Anbieterwechsel ausbleiben hält beispielsweise so manchen Verbraucher davon ab, sich über alternative Anbieter zu informieren. Diese Befürchtung ist absolut unbegründet. Die örtlichen Grundversorger sind verpflichtet, alle Haushalte stets zu beliefern. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und gilt selbst dann, wenn ein anderer Stromanbieter nicht mehr liefern kann, zum Beispiel weil er insolvent ist. Vor einer Versorgungslücke brauchen Sie sich somit nicht zu fürchten.

Zeit für Veränderung – wie Sie als Tierarzt und privat ganz einfach auf Sparkurs gehen

Jetzt geht es darum, den für Sie günstigsten Anbieter und Tarif zu finden. Dies ist sehr einfach und – je nach aktuellem Tarif – sind alleine durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel Einsparpotenziale von mehreren Hundert Euro pro Jahr möglich. Bedenkt man, dass der Wechsel nur wenige Minuten Zeit beansprucht ist das ein sehr lukrativer Stundensatz!

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Tipp: Sie wollen wissen wie viel Sie sparen können? Im Ruhmservice Shop können Sie mit dem Strom-Tarifrechner unseres Kooperationspartners sofort die Tarife von über 1.000 Stromanbietern mit über 12.500 Tarifen vergleichen. So erfahren Sie sofort was Sie – quasi „auf Knopfdruck“ – für die Praxis und privat sparen können:


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Fazit: Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten lohnt sich der Tarifvergleich immer mehr. Wer nicht vergleichtr zahlt häufig unnötig zu viel. Handeln Sie also jetzt, denn der Wechsel selbst ist nämlich „tierisch einfach“. Vorteil für Tierärzte: Wer doppelt zahlt, der kann auch doppelt sparen! So lässt sich am Ende ganz einfach ein Kurzurlaub “erklicken”.

Vets get up!

Raphael Witte


Recall – Teil 2: So rechnet sich das Erinnerungssystem für Ihre Praxis!
30 Nov 2013

Recall – Teil 2: So rechnet sich das Erinnerungssystem für Ihre Praxis!

Im ersten Teil des Beitrages zum Thema Recall der Tierarztpraxis ging es darum warum dieser Service für Tiere, Halter und Ihre Praxis wichtig ist und was auch Ihre Kunden darüber denken. Im zweiten Teil erfahren Sie ob sich die Investition in diesen Service für Sie rechnet und wie Sie damit wirklich in Erinnerung bleiben.

Der Kurzcheck: Wie viele Kunden erreichen Sie mit Ihrem Service wirklich?
Beim Erinnerungssystem ist es wichtig zu prüfen wie konsequent Ihr Service aktuell tatsächlich ist. Fast alle Tierarztpraxen bestehen unseren Recall-Check nicht. Diesen speziellen Kurzcheck bieten wir für Tierarztpraxen die individuelle Erinnerungskarten bestellen kostenfrei an. So erhalten Sie zusätzlich wertvolle Informationen dazu wie viele Kunden Sie mit diesem Service tatsächlich erreichen.

Anschliessend erhalten Sie wertvolle Tipps wie die Lücken im Erinnerungssystem konsequent geschlossen werden können. Diese Praxen fischen dann ab sofort mit einem deutlich feinmaschigerem Netz und profitieren deutlich besser vom Erinnerungsservice.

Rechnet sich der Erinnerungsservice für meine Tierarztpraxis?
Leider denken Tierärzte häufig mit dem Portemonnaie Ihrer Kunden – ein fataler Fehler. Zum einen werden dadurch nicht alle wichtigen Maßnahmen für die optimale Versorgung der Tiere umgesetzt, zum anderen verlieren Sie dadurch erhebliches Umsatzpotential für Ihre Praxis. Denn spätestens wenn Sie Löhne für Mitarbeiter und andere Kosten bezahlen ist klar: Sie sind nicht nur Tierarzt, sondern auch Unternehmer und der Wettbewerb schläft schon lange nicht mehr.

Die unten dargestellte Praxis investiert in jeweils 1000 hochwertige Erinnerungsarten, z. B. mit Uli Stein Motiven jeweils passend für Hunde und Katzen. Diese werden mit dem eigenen Logo und den Kontaktdaten der Tierarztpraxis wie Webadresse, etc. individualisiert.

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Durch den konsequenten Einsatz der Karten nach Recall Check und die deutlich bessere Aufmerksamkeit mit einem echten Sympathievorteil konnte die Impfquote um je fünf Prozent gesteigert werden. Sie glauben das wäre nicht viel? In der letzten Zeile sehen Sie welchen Effekt der Einsatz nach Abzug der Investition für die jeweils 1000 Karten hat. Alleine der Mehrumsatz durch Impfung beträgt plus 3710,00 Euro! Dabei wurden nur die Erlöse durch Impfungen berücksichtigt, nicht die ergänzenden Behandlungen oder Produktverkäufe.

Individualität und eindeutige Positionierung – so bleiben Sie in Erinnerung
In der GVP findet sich nicht ohne Grund der Hinweis: “Der Tierarzt berücksichtigt in seinem Handeln das individuelle Informationsbedürfnis des Kunden (z. B. Praxismitteilung, Recall-System, Praxisbroschüre etc.)”.

Im Ruhmservice Webshop finden Sie daher u.a. ausgewählte und lizensierte Karten, z. B. mit Cartoons von Uli Stein. Diese wurden speziell für das schriftliche Erinnerungssystem von Tierarztpraxen entwickelt. Mit diesen Karten erzielen Sie eine besonders hohe Aufmerksamkeit bei Ihren Kunden und erinnern an wichtige Termine auf humorvolle Art. Cartoon und Text ergänzen sich optimal, ausserdem ist jeder Druck ein Unikat, da die Textseite speziell Ihren Wünschen entsprechend gestaltet wird.

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Dadurch unterscheiden sich Praxen die diese Karten verwenden deutlich von den bisher eingesetzten Gratis-Karten der Industrie. Diese “Kleinigkeiten” werden von Kunden registriert und erhöhen nicht zuletzt auch das Wertempfinden für Ihre Leistungen. Neben den klassischen Erinnerungen zum Jahrescheck mit Impfung empfehlen wir ebenfalls den Einsatz von Trauerkarten, auch als Einstig über die neue Trauerkarten-Box oder Karten zur Erinnerung an die Dentalprophylaxe oder dem wichtigen Geriatriecheck.

Fazit: Wann geht in Ihrer Tierarztpraxis die Post(karte) ab?

Vets get up!

Raphael Witte


Recall – Teil 1: So geht in Ihrer Tierarztpraxis die Post ab!
30 Okt 2013

Recall – Teil 1: So geht in Ihrer Tierarztpraxis die Post ab!

Welchen Beitrag Erinnerungs-Postkarten für den Erfolg Ihrer Tierarztpraxis leisten
Viele Tierarztpraxen versenden bereits Erinnerungskarten, meist für den bevorstehenden Jahrescheck mit Impfung. Das Erinnern (Recall) zielt auf die Prävention und steht somit nicht nur für eine optimale medizinische Betreuung, sondern auch für einen guten Service Ihrer Praxis. Erfahren Sie worauf es bei diesem Service ankommt und ob Ihre Tierarztpraxis von dieser Investition profitiert.

Viele Praxissoftware-Systeme bieten zum Teil mehrere Möglichkeiten für den Erinnerungsservice der Tierarztpraxis an. Neben dem Druck von Briefen oder Etiketten können auch Kurzmitteilungen oder E-Mail Nachrichten versendet werden. Jedes Medium hat Vor- und Nachteile. E-Mail und Kurznachrichten lassen sich zwar besonders günstig verschicken, sind aber in Zeiten der Datenschutz-Grundverprdnung mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Nach dem Motto „Wer schreibt, der bleibt“, haben gerade in Zeiten der digitalen Kommunikation schriftliche Erinnerungen Ihren Vorteil. So hat Ihr Kunde auch physisch etwas in den Händen und der Erinnerungswert ist deutlich höher als bei einer von zahllosen E-Mails, die nach einem Mausklick schnell wieder in Vergessenheit gerät.

Warum sich Postkarten als ideales Recall Medium bewährt haben
Recall Karten sind eine exzellente Serviceleistung Ihrer Tierarztpraxis, die Sie erbringen können, nicht müssen. Wenn Sie diesen Service nicht bieten, machen es andere! Hunde, Katzen und andere Haustiere werden Ihren Kunden als treue Begleiter immer wichtiger. Daher zeichnet sich ein Trend deutlich ab: möglichst viel für die Gesundheit der Lieblinge zu unternehmen. Postkarten sind sympathisch! Wann erhalten Sie Postkarten? Meist schicken uns Freunde oder Bekannte Urlaubsgrüße per Postkarte. Das Medium ist also bereits positiv in den Köpfen Ihrer Kunden verankert. Interessiert Sie was Kunden von Tierarztpraxen über den Erinnerungsservice Ihres Tierarztes denken? Wir haben einige Halterforen durchsucht. Lesen Sie in den Kundenmeinungen zum Thema Erinnerungsservice durch den Tierarzt was sicher auch Ihre Kunden davon halten. Im zweiten Teil zum Thema Praxis Recall erfahren Sie wie Sie mit individuellen Erinnerungskarten Ihre Praxis unterscheidbar machen. Vergleichen Sie bereits jetzt die Wirkung:

Muster Textseite einer individuellen Recall-Karte – mit Logo und Kontaktdaten der Praxis:

Muster Textseite einer klassischen Standart-Karte :

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Zusätzlich muss eine Postkarte nicht erst geöffnet werden und landet dann in einem Papierstapel. Verwenden Sie ein ansprechendes Motiv, so werden diese meist länger aufbewahrt oder landen an einer Pinnwand. Zusätzlich ist das Briefporto seit dem 01. Januar 2014 auf 60 Cent erhöht worden, während Postkarten weiter für 45 Cent versendet werden können.

Muster Textseite einer klassischen Standart-Karte:

Muster Textseite einer individuellen Recall-Karte:

Vorsorgeuntersuchungen sind der Schlüssel zu einem langen Tierleben!
Dass immer mehr machbar ist und in der Praxis auch tatsächlich gemacht wird, zeichnet sich u. a. daran ab, dass Haustiere, wie Menschen immer älter werden. Hunde, Katzen und andere Haustiere haben heute eine deutlich höhere Lebenserwartung als noch vor wenigen Jahrzehnten. Daher wird die Umsetzung von notwendigen Vorsorgemaßnahmen für die professionelle Tierarztpraxis immer wichtiger, denn Ihre Kunden wollen, dass die Lieblinge optimal versorgt werden.

Bei den von Ruhmservice Consulting durchgeführten Praxisanalysen zeigt sich allerdings, dass ganz häufig bei weitem nicht alle medizinisch notwendigen und sinnvollen Vorsorgemaßnahmen – wie Leistungen zur Dentalprophylaxe, Entwurmungen, Geriatriechecks, oder sogar wichtige Impfungen – wirklich konsequent umgesetzt werden.

Fazit: Aufgabe der tierärztlichen Leistungen ist also nicht nur kranke Tiere wieder gesund zu machen, sondern im zunehmenden Maße zu verhindern, dass Tiere krank werden. Was können Sie als Tierärztin oder Tierarzt also unternehmen, um diesem Anspruch gerecht zu werden?

Informieren Sie zum einen Ihre Kunden, welche Vorsorgemaßnahmen möglich und je nach Lebensphase und -umstände des Tieres sinnvoll sind. Nur so können Ihre Kunden entscheiden, welche Leistungen umgesetzt werden sollen. Der zweite, sehr wichtige Schlüssel ist das Erinnern an wichtige Termine, denn vieles wird von Ihren Kunden nicht absichtlich nicht gemacht, sondern schlicht und einfach vergessen. Daher ist ein möglichst konsequenter Erinnerungsservice besonders wichtig!

Im zweiten Teil des Beirags zum Thema Recall in der Tierarztpraxis erfahren Sie worauf es zusätzlich ankommt und wie Sie bei Ihren Kunden wirklich in Erinnerung bleiben.

Vets get up!

Raphael Witte


Erfolgsfaktor „Erster Eindruck“ in der Tierarztpraxis (Teil 2)
25 Apr 2013

Erfolgsfaktor „Erster Eindruck“ in der Tierarztpraxis (Teil 2)

Im ersten Teil zum Thema „Erster Eindruck“ ging es darum, wie Sie als Mensch punkten können. Damit Sie dazu überhaupt die Chance erhalten ist es wichtig, dass Neukunden zu Ihnen kommen und überhaupt den ersten Schritt in Ihre Tierarztpraxis machen. Der erste Eindruck Ihrer Praxis entsteht nämlich lange vor dem ersten Besuch.

Touchpoints – Berührungspunkte mit Ihren Kunden

Woran häufig nicht gedacht wird: Der erste Eindruck fängt bereits viel früher an, lange bevor ein Neukunde zum ersten Mal Ihre Praxis betritt. Was für die Menschen (Teil 1) gilt, gilt auch Geschäftsbeziehungen, Marken, Unternehmen und besonders für medizinische Dienstleistungsunternehmen wie eine Tierarztpraxis oder Tierklinik. Welches Unternehmen oder welche Marke finden Sie besonders sympathisch oder besonders unsympathisch? Sie haben sicher auch Ihre Schubladen beschriftet.

Noch bevor Kunden zum ersten Mal bei Ihnen in der Praxis auftauchen, haben sie sich einen Eindruck verschafft, z.B. über Ihre Webseite, durch Anzeigen, Praxisflyer, Visitenkarten und natürlich dem ersten Anruf in Ihrer Praxis. All dies sind Berührungspunkte, sogenannte Touchpoints, mit Ihren Kunden durch die – noch vor dem ersten Besuch – ein erster Eindruck Ihrer Tierarztpraxis entsteht.

Beim Besuch selbst geht es dann weiter:

  • Wie leicht finde ich die Praxis?
  • Wie gut ist die Parkplatzsituation?
  • Wie gepflegt ist das Außengelände?
  • Welchen Eindruck macht das Praxisgebäude?
  • Ist das Praxisschild gepflegt?
  • Lässt sich die Türe leicht öffnen?
  • Wie sauber ist es in der Praxis?
  • Wie riecht es in der Praxis?
  • Wie ansprechend ist das Wartezimmer?

Schon bevor an der Anmeldung das erste Wort gesprochen wurde, hat ein Neukunde vielfältige (erste) Eindrücke gewonnen.

Diese Eindrücke entscheiden darüber, in welche Schublade Ihre Tierarztpraxis sortiert, bzw. mit welchem Etikett sie versehen wird. Dies ist nicht zuletzt auch dafür entscheidend wie sensibel Ihre Kunden auf das Preisniveau (innerhalb der GOT) reagieren. Wenn Ihre Praxis z.B. in die Schublade modern, sauber und kundenorientiert einsortiert wird, dann wird auch ein etwas höheres Preisniveau fast schon vorausgesetzt.

Da mit der Zeit der Blick für Details verloren geht, ist es wichtig, externe Meinungen einzuholen. Es muss ja nicht direkt Adrian Monk sein. Allerdings habe ich als Berater für veterinärmedizinisches Praxismanagement fast schon den „Monk-Blick“ für Details entwickelt. Gut so, denn es geht ja darum, dass die durch uns betreute Praxis im horizontalen Vergleich überdurchschnittlich gut abschneidet.

Tipp für Ihre Praxis: Guter Druck hinterlässt guten Eindruck

In der Tierarztpraxis werden vielfältige Printmedien zu Kommunikation wichtiger Leistungen eingesetzt. Profis setzen auf individualisierte Printmedien. Diese haben bei den eigenen Kunden einen deutlich höheren Stellenwert. Zum ersten Eindruck Ihrer Praxis gehört daher auch etwas, das Ihre Kunden in der Regel als Erstes „in die Hände bekommen“: Das Neukundenformular Ihrer Tierarztpraxis! Dieses Formular ist wichtiger als Sie denken. Wie sieht Ihr Neukunden-Formular aus? Haben Sie es in Ihrem Textverarbeitungsprogramm selbst erstellt? Welche Daten fragen Sie darin ab? Verankern Sie das Logo Ihrer Tierarztpraxis auf dem Formular und damit im Kopf Ihrer Neukunden – bereits von Anfang an?

Damit Sie zu Beginn einer neuen Kundenbeziehung einen besonders guten ersten Eindruck hinterlassen, haben wir ein optimiertes Formular erstellt. Mit Kontaktdaten und Logo Ihrer Praxis individualisiert wird es auf hochwertigem 90-Gramm-Papier im Offsetverfahren farbig gedruckt. Dadurch hebt es sich wohltuend von den häufig verwendeten Eigenlösungen ab. Eine Investition in den ersten Eindruck die sich rechnet, denn die Kosten je Seite sind sogar niedriger als der farbige Selbstausdruck.

Im Rahmen der Beiträge „Erster Eindruck“ möchten wir Abonnenten unterstützen einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Alle Abonnenten des Ruhmservice Consulting Blogs „Erfolg als Tierarzt“ erhalten das Kennwort zu der Sonderaktion „Neukundenformular“. Damit gibt es die Formulare bis zum 31. Mai 2013 zu besonders günstigen Konditionen.

Sie sind noch kein Abonnent? Tragen Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse in das rechte Seitenfeld und schicken Sie uns bitte zusätzlich eine E-Mail mit dem Stichwort „Aktion Neukundenformular“. Sie erhalten dann den Link mit dem Zugang für Abonnenten. Aktionszeitraum bis 31.Mai 2013!

Vets get up!

Raphael Witte


Erfolgsfaktor „Erster Eindruck“ in der Tierarztpraxis (Teil 1)
29 Mrz 2013

Erfolgsfaktor „Erster Eindruck“ in der Tierarztpraxis (Teil 1)

Werden Sie und Ihr Praxisteam richtig einsortiert oder eher abgestempelt?

Sicherlich kennen Sie folgende Situation: Sie treffen eine Person, z.B. einen Neukunden Ihrer Tierarztpraxis, zum ersten Mal. Noch während diese Person auf Sie zugeht, haben Sie bereits einen ersten Eindruck. Jemand ist Ihnen sympathisch oder eher unsympathisch, teilweise bevor das erste Wort gewechselt wurde. Möglicherweise haben Sie sich einmal gefragt: „Wie ist das möglich? Das ist doch nicht rational!“ Richtig!

Für einen ersten Eindruck braucht es nur eine Zehntelsekunde – und er ist meist korrekt, wie Studien zeigen. Innerhalb weniger Augenblicke wird über eine zwischenmenschliche Beziehung entschieden. Es entscheidet sich nicht zuletzt auch, wie viel Sympathie und Vertrauen wir dem anderen entgegenbringen. Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck. Für Sie als Tierarzt ist das ein besonders wichtiger Erfolgsfaktor.

Sie werden in wenigen Sekunden in eine Schublade gesteckt, und mit einem Etikett versehen. Darauf steht dann „sympathisch“, „nichtssagend“ oder „unsympathisch“. Das soll nicht passieren, denn Sie können die Schubladen, wenn Sie erst mal drin sind, schwer wieder verlassen oder gar umetikettiert werden.

Warum der erste Eindruck auch für den Erfolg Ihrer Tierarztpraxis wichtig ist

Veterinärmedizinische Leistungen gehören zu den nicht materiellen Dienstleistungen. Das besondere daran ist: Sie können Ihre Leistungen nicht visualisieren, also z.B. in ein Schaufenster stellen. Bei manchen Leistungen, z. B. Kastrationen, sind Ihre Kunden noch nicht einmal dabei.

Daher ist es wichtig, dass die Menschen, die in Ihrer Tierarztpraxis arbeiten in die richtige Schublade sortiert werden. Aus Kundenbefragungen wissen wir, dass die subjektiv empfundene Freundlichkeit einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Tierärzte ist. Wenn die berühmte „Chemie“ nicht stimmt wird die Kundenbeziehung meist nur von kurzer Dauer sein. Im Rahmen der Praxisberatungen achten wir daher vor allem auf den Faktor Mensch.

Wie können Inhaber und Mitarbeiter einer Tierarztpraxis einen guten Eindruck machen?

Bereits 1971 veröffentlichte der amerikanische Psychologe Professor Albert Mehrabian eine interessante Studie. Danach ist der Inhalt des Gesagten nur zu sieben Prozent für den ersten Eindruck maßgeblich – die restlichen 93 Prozent entfallen auf die Körpersprache (Körperbau, Bewegungsabläufe, Haltung, Gang, Gestik, Mimik, Distanzverhalten), die Kleidung (Qualität, Stilrichtung, Passform, Farbe), die Sprache (Stimmlage, Klang, Modulation, Lautstärke, Dialekt, Wortwahl) und den Geruch (Parfüm, Körpergeruch).

Tipps für einen guten ersten Eindruck beim Faktor Mensch:

  • Kleider machen Leute und auch Tierärzte! Selbst wenn es mal besonders haarig war: Achten Sie auf ein gepflegtes Äußeres. Ihre Arbeitskleidung sollte stets gepflegt und sauber sein, da sie im bedeutendem Maße für den ersten Eindruck des Gegenübers entscheidend ist.
  • Schenken Sie auch in hektischen Momenten dem Kunden Ihre Aufmerksamkeit, ein kurzes „Hallo. Schön, dass Sie da sind“ ist fast immer möglich.
  • Suchen Sie den Blickkontakt, insbesondere bei der Begrüßung, aber auch im Rahmen der Konsultation. Menschen, die den Blickkontakt meiden wirken eher unsympathisch.
  • Achten Sie auf einen angemessen festen Händedruck. Wir alle kennen das unangenehme Gefühl eines zu laschen oder extrem festen Händerucks.
  • Achten Sie auf Ihre Stimme! Sie bestimmt auch entscheidend den ersten Eindruck. Eine entspannte und ausgeglichene Stimmung wirkt sich positiv auf Ihre Stimme und somit auf Ihren ersten Eindruck aus. Achten Sie auf Ihre Stimmlage und Wortwahl sowie eine angenehme Lautstärke und ein angemessenes Sprechtempo.
  • Zeigen Sie Ihren Kunden die Zähne, sprich: Lächeln Sie! Ein Lächeln kostet Sie nichts und bewirkt so viel. Lächelnde Personen werden automatisch als deutlich sympathischer wahrgenommen. Außerdem ist ein Lächeln wie ein Bumerang, es kommt meist zurück und motiviert auch Sie, besonders bei schwierigen Situationen, zusätzlich.

Nutzen Sie diese Tipps, um sich selbst und Ihre Mitarbeiter bei Ihren Kunden in die gewünschte Schublade sortieren zu lassen. Im zweiten Teil zum Thema „Erster Eindruck“ erfahren Sie, warum der erste Eindruck bereits lange vor dem ersten Besuch stattfindet und was Sie machen können, damit um auch Ihrer Tierarztpraxis als Unternehmen das gewünschte Etikett aufgeklebt wird.

Special: Abonnenten unseres Blogs möchten wir im zweiten Teil ein spezielles Angebot machen. Wenn Sie die Beiträge im Blog „Erfolg als Tierarzt“ noch nicht abonniert haben, tragen Sie einfach Ihre E-Mail in das rechte Seitenfeld unter “Blog abonnieren” ein und lassen Sie sich überraschen.

Vets get up!

Raphael Witte


hand of man with black professional camera, natural light, selective focus on nearest part
21 Jan 2013

Empfehlungen für eine gelungene fotografische Darstellung Ihrer Tierarztpraxis

Damit sich Ihre Kunden ein Bild machen können.

Mein Name ist Friederike Scheytt. Ich bin als Tiermedizinische Fachangestellte und Fotografin für Ruhmservice Consulting tätig. In diesem Beitrag erhalten Sie wichtige Hinweise und Tipps, wie Sie für Ihre Tierarztpraxis wirkungsvolle Fotoaufnahmen erstellen, die Ihre (potentiellen) Kunden wirklich erreichen.

Bitte schauen Sie sich das folgende Foto kurz an:

Foto-Tierarztpraxis-negativ

Ist es ein Motiv, das Ihnen spontan zusagt? Welche Emotionen werden bei Ihnen ausgelöst? Auch wenn es sich hier um ein gängiges Foto auf der Webseite einer Tierarztpraxis handelt, ist eine derartige bildliche Darstellung von Tierarztpraxen nicht wirklich glücklich. Dennoch werden solche oder ähnliche Motive leider häufig verwendet.

Bei meiner Arbeit fallen folgende Aspekte bei der Verwendung von Bildern bei Printmedien wie Praxisbroschüren oder auch bei Internetpräsenzen für Tierarztpraxen wiederholt auf:

  • Es werden meist nur wenig Fotos verwendet. Kunden erhalten so keinen bildlichen Gesamteindruck (Team, Räumlichkeiten, Lage, Leistungen) der Tierarztpraxis.
  • Die Fotos sind qualitativ unzureichend. Es ist verrückt, aber Kunden ziehen teilweise aus der schlechten Bildqualität Rückschlüsse auf die Qualität der tierärztlichen Leistung!
  • Das verwendete Bildmaterial ist nicht aktuell, was besonders bei Teamfotos auffällt. Wenn Bilder offensichtlich nicht (mehr) mit der Realität übereinstimmen, erscheinen auch die Inhalte der Webseite unglaubwürdig. Angesichts der Schnelllebigkeit des Internets erwarten Nutzer Aktualität.
  • Es ist kein durchgängiger, auf die Tierarztpraxis abgestimmter Stil erkennbar und das Praxisdesign (Corporate Design) findet keine Berücksichtigung bei der Bildauswahl. Sind beispielsweise die Praxisfarben definiert, werden diese auch konsequent eingesetzt? Dies kann ansonsten zu einer Unstimmigkeit (Unsicherheit) bei den Nutzern Ihrer Webseiten führen, im schlimmsten Fall sogar ein Störgefühl auslösen. Nur ein einheitlicher Auftritt garantiert den gewünschten Wiedererkennungseffekt.
  • Die Praxisräume werden häufig als „tier- und menschenfreien“ Zone dargestellt, obwohl sich Kunden für den Tierarzt als Mensch und Dienstleister interessieren und als Ansprechpartner rund um die Gesundheit ihres Haustieres. Die oft im Detail aufgeführte apparative Ausstattung der Praxis spielt dagegen für den Tierhalter nur eine untergeordnete Rolle.
  • Es werden unpersönliche Fotos von Online-Fotoagenturen genutzt. Die Besucher Ihrer Webseiten erkennen dies meist und können keinen persönlichen Bezug zu Ihrer Tierarztpraxis herstellen. Doch gerade das ist die Chance einer gut gestalteten Webseite.
  • Die Patienten werden in unglücklichen Situationen dargestellt und wirken unzufrieden (z.B. Fixation einer wehrhaften Katze bei einem Ultraschall). Derartige Aufnahmen könnte die Assoziation hervorrufen, dass es für das Tier unangenehm ist, zum Tierarzt zu gehen. Der Tierhalter möchte, dass sich sein Tier in der Tierarztpraxis wohlfühlt. Es soll sorgsam betreut werden. Für den Tierhalter soll der Besuch beim Tierarzt einen Mehrwert (Gesundheit, Informationen) bieten.
  • Die Fotos zeigen kranke Tiere mit ausgeprägten Symptomen wie offene Wunden oder Hauterkrankungen. Solche Bilder verschrecken sensible Tierhalter. Sie werden auf dieser Webseite nicht lange verweilen.

Das zeigt die wichtige Bedeutung und die vielfältige Wirkung von Fotos auf Ihrer Webseite: Potenzielle Neukunden besuchen Ihre Webseite, um sich einen ersten Eindruck über Ihr Team, Ihre Leistungen und Ihre Praxis zu verschaffen. Dem verwendeten Bildmaterial kommt also eine hohe Bedeutung zu. Natürlich suchen Kunden auch wichtige Sachinformationen wie die Lage der Praxis und die Öffnungszeiten.

Was interessiert die Besucher von tierärztlichen Praxis-Webseiten?

Aus der Analyse von zahlreichen Besuchsstatistiken tierärztlicher Webseiten wissen wir, dass die Teamseite (nach der Startseite) die zweithäufigst besuchte Seite darstellt. Die Entscheidung bezüglich der Tierarztwahl wird nicht nur am Leistungsspektrum der Praxis ausgemacht, sondern ist maßgeblich emotional beeinflusst. Dem Tierhalter ist es besonders wichtig, sein Tier in den sprichwörtlich „guten Händen“ zu wissen. Er möchte Ihnen sein Tier mit gutem Gewissen anVertrauen. Für die Kommunikation und Vermittlung dieses „Bauchgefühls“ sind persönliche und ansprechende Fotos Ihres Praxisteams bestens geeignet. Diese Fotos kann Ihnen keine Bildagentur liefern!

Fotos stellen im Internet das wichtigste Gestaltungselement dar, denn der Mensch ist bekanntlich ein Augentier. Nutzen Sie unbedingt diese Emotionen, um das Interesse Ihrer (potenziellen) Kunden zu wecken.

Fotos erleichtern das Lesen von Texten auf Webseiten erheblich. Durch Bilder lassen sich Texte in Abschnitte einteilen und sorgen dadurch für eine klare Struktur. Bei längeren Texten halten Bilder den Leser davon ab, die Lektüre vorzeitig zu unterbrechen. Aufgrund der hohen Aktivierungswirkung, schaffen Fotos einen schnelleren und leichteren Zugang zu einem bestimmten Thema. Außerdem können Bilder vom Gehirn deutlich schneller verarbeitet werden, als jedes gut gemeinte Wort.

Das Wichtigste ist allerdings, dass Fotos eine unmittelbare emotionale Wirkung haben. Ein positives Bild ruft demzufolge positive Emotionen hervor. Emotionen sind stark und ausschlaggebend für das weitere Handeln. Dafür ein kleines Beispiel:

Foto_Tierarztpraxis_Beispiel_ruhmservice.de_

Mit den folgenden Tipps setzen Sie Ihre Tierarztpraxis fotografisch ins rechte Licht:

  • Vereinbaren Sie einen gesonderten Termin mit dem gesamten Praxisteam, um gezielt und ganz entspannt Fotos aufnehmen zu können.
  • Auf die Details kommt es an: Sorgen Sie vor Beginn der Fotoaufnahmen für aufgeräumte und saubere Praxisräume, medizinische Geräte und Instrumente.
  • Lebendige Fotos: Vermeiden Sie die Abbildung von leeren Praxisräumen oder die bildliche Aufzählung von medizinischen Geräten! Stellen Sie stattdessen sich und das Praxisteam im Umgang mit Patienten und Kunden in den Fokus, um konsequent den Wert Ihrer (tierärztlichen) Leistung zu vermitteln. Gewinnen Sie die Sympathie Ihrer (potenziellen) Kunden durch den „Blick über die Schulter“ auf Ihren Praxisalltag. Zeigen Sie, wer und was Ihre Praxis besonders macht. Die Präsentation von medizinischen Geräten ohne Kontext ist dabei nachteilig. So werden die Vorzüge des digitalen Röntgengeräts dem Tierhalter erst bewusst, wenn er in Ihrer Praxis erlebt, wie schnell damit eine Diagnose möglich ist. Nutzen Sie daher die Chance, sich zunächst mit emotionalen Fotos als kompetenter Ansprechpartner für Tierhalter zu positionieren!
  • Praxisteam: Achten Sie bei den Portraits der einzelnen Praxismitarbeiter auf eine einheitliche Gestaltung. Falls es eine Praxiskleidung oder/und Namensschilder gibt, sollten diese von allen Mitarbeitern getragen werden. Natürlich muss die Kleidung für fotografische Aufnahmen stets sauber sein.
  • Seien Sie authentisch: Die Besucher Ihrer Webseite sind meist gut informiert und im Umgang mit dem Internet versiert. Daher fallen unpersönliche Fotos, die von Bildagenturen gekauft wurden sofort – und eher negativ – auf.
  • Patienten: Um vielfältige Motive umsetzen zu können, fotografieren Sie auch unterschiedliche Tierarten. Der Schwerpunkt sollte allerdings auf den umsatzrelevanten Tierarten (Hund und Katze) liegen. Achten Sie ebenfalls darauf, dass die Tiere eher entspannt sind und sich somit am „Set“ wohlfühlen und – für die bildliche Darstellung der verschiedenen Leistungen – unterschiedliche Altersgruppen repräsentieren.
  • Kunden: Bitten Sie Freunde und Bekannte des Praxisteams, die Tierhalter auf den Aufnahmen darzustellen. Gewinnen Sie dafür möglichst „typische“ Kunden (Altersstruktur, Geschlecht, Sozialstatus etc.) Ihrer Praxis.
  • Nutzen Sie die Chance, Ihre Kunden mit ausdrucksstarken Fotos für wichtige und – in der Umsetzungskonsequenz – stark ausbaufähige Vorsorgeleistungen wie z. B. dem Geriatriecheck und der Dentalprophylaxe zu sensibilisieren!
  • Wiedererkennungswert: Gibt es ein Farbkonzept für Ihre Tierarztpraxis für die Räume, das Geschäftspapier, die Kleidung? Wenn ja, beziehen Sie Ihre Corporate Identity in die Fotos mit ein!
  • Der Schlüssel zum Erfolg: Emotionale Fotos! Dabei können Sie ausgezeichnet mit biologisch festgelegten Schlüsselreizen arbeiten. Welpen und Jungtiere eignen sich hervorragend als tierisches Model!
  • Verwenden Sie auf Ihrer Webseite nur Fotos, auf denen direkt zu erkennen ist, worum es sich handelt. Fotos mit erklärungsbedürftigem Inhalt (beispielsweise die Femurkopf-resektion bei einer Katze) sind nicht geeignet.
  • Geeignete Motive: Dazu zählt keineswegs die aufwändige Operation einer Magendrehung. Es sind die Momente, in denen Ihr Praxisteam im „lockeren“ Umgang mit Patient und Kunde gezeigt wird, wie z.B. bei der allgemeinen Untersuchung vor einer Impfung.
  • Spezialisierung: Sie und Ihre Mitarbeiter haben Kenntnisse und Fähigkeiten in ausgewählten Fachgebieten (Augen- und Zahnheilkunde, Physiotherapie usw.)? Unterstreichen Sie diese Stärken Ihrer Praxis mit wirkungsvollen Fotos!
  • Fragen Sie sich, welche Funktion Ihre Fotos erfüllen sollen und was Sie gegenüber Ihren Kunden vermitteln möchten (Das Tier wird bei Ihnen bestens medizinisch versorgt, Ihre Kunden werden umfassend beraten).
  • Ich-Faktor: Zeigen Sie Ihren (Neu-)Kunden, dass sie auf dem richtigen Weg sind. Sie sollen sich bei Ihnen (auf der Webseite und in Ihrer Praxis gleichermaßen) wohlfühlen. Bilder leisten für die Vermittlung dieser „Atmosphäre“ ausgezeichnete Dienste.
  • Aktualität: Tauschen Sie die Fotos auf Ihrer Webseite ruhig einmal aus oder stellen Sie anhand von Bildern ein spezielles Thema (beispielsweise „Geriatrie Winteraktion“) in den Fokus. Hilfreich sind dabei sogenannte CMS-Systemen, wie vets2web.
  • Bildauswahl: Veröffentlichen Sie ausschließlich Fotos, die qualitativ hochwertig sind. Besonders wichtig sind ein gelungenes Motiv, die genaue Schärfe, ein passender Ausschnitt, die korrekte Belichtung und angemessene Farben.

Erfolg-als-Tierarzt_Fotos-Tierarzt

Mit diesen Anregungen und Hinweisen sollte einer erfolgreichen und individuellen Internetpräsenz nichts im Wege stehen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung.

Stets im Bilde – Friederike Scheytt

P.S. Sollten Sie Bildmaterial für den Einsatz rund um Ihre Tierarztpraxis benötigen, kontaktieren Sie mich einfach per E-Mail: scheytt@ruhmservice.de


Die Behandlung der Otitis externa – so verbessern Sie die Compliance Ihrer Kunden
19 Dez 2012

Die Behandlung der Otitis externa – so verbessern Sie die Compliance Ihrer Kunden

Otitis – fast keine andere täglich diagnostizierte Krankheit in der Kleintierpraxis polarisiert in ihrer Betreuung zu Hause so wie die Otitis extrema – pardon externa. Bezüglich einer konsequent durchgeführten Behandlung ist es hier besonders schwierig, die nötige Compliance beim Patientenbesitzer zu erreichen.

Mit diesen Tipps erhöhen Sie die Therapietreue Ihrer Kunden und somit Ihren Behandlungserfolg:

Sie haben natürlich als Tierarzt die richtige Diagnose gestellt, aber der Vollständigkeit halber sollen hier noch einmal die wichtigsten Punkte der Ohruntersuchung kurz aufgelistet werden:

  1. Adspektion und Palpation beider Ohrmuscheln und Gehörgänge
  2. Tupferentnahme zur zytologischen (am besten in der Praxis sofort durchgeführten) und antimikrobiellen Untersuchung
  3. Genaue Otoskopie mit Darstellung des Trommelfelles
  4. Evtl. vorsichtige Spülung mit körperwarmer Kochsalzlösung, bis das Trommelfell dargestellt werden kann
  5. Auswahl der richtigen Medikamente und Instruktion des Patientenbesitzers für die anschließende Therapie zu Hause

Die Anwendung der verordneten Reiniger und Medikamente werden dem Kunden auch in bester Art und Weise demonstriert, und der Kunde steht da und staunt.

„Aha, also erst den Reiniger … Aha, und dann das andere, dieses kleinere Fläschchen. Wie oft noch mal? Ach so, ja. Und wie tief noch einmal? Und da geht nichts kaputt? Und wie viel noch mal? Wie fest muss ich da denn drauf drücken?“

Nach nochmaliger eingehender Unterweisung und der Demonstration an bunten anatomischen Zeichnungen oder formschön gefertigten Ohrmodellen aus Plastik geht der Kunde nach Hause und Sie sehen das Tier nach einigen Tagen wieder, entweder mit total verschmierten Ohrmuscheln voll von Medikamenten, die eigentlich woanders hin gelangen sollten oder mit Ohren, die innen schon wieder so aussehen wie ein Bild aus dem letzten Late-Night-Horrorstreifen.
Mögliche allgemein bekannte Antworten des Patientenbesitzers zum Aussuchen

  • „Ich dachte, das Medikament läuft von selber den Gehörgang entlang.“
  • „Ich dachte, das kleine Fläschchen sollte für zwei Wochen reichen.“
  • „Ich dachte, das kleine Fläschchen sollte in einem Tag aufgebraucht sein. Danach hatte ich ja dann nichts mehr. Ich habe mich auch schon gewundert.“
  • „Ich dachte, mein Mann macht das schon richtig.“

Also, was ist zu tun? Wie kann man mit sehr einfachen Mitteln eine Ohrbehandlung für zu Hause standardisieren?

Die einfache Antwort ist die Mitgabe einer 1-ml Spritze bzw. Insulin-Spritze!

Nach anfänglichem Zögern sind die Patientenbesitzer durchweg in der Lage, mit diesem kleinen Hilfsmittel die Ohrmedikamente in der richtigen Menge an den richtigen Ort zu bringen.
Die Vorteile der Spritze sind ein wesentlich tieferes Hineinbringen des Medikamentes in den Gehörgang in einer vorher festgesetzten Menge. Seien wir doch mal ehrlich: Es ist äußerst schwer, beim Abdrücken einer Flasche mit einem Ohrmedikament genau zu erahnen, wie viel wirklich in den Gehörgang gelangt ist. Schmerzhaft ist die Verwendung der Spritze für das Tier – außer bei einer wirklich höchstgradigen Otitis – im Allgemeinen kaum. Natürlich muss das Einführen und besonders das Entleeren des Spritzeninhaltes sehr vorsichtig geschehen und auf keinen Fall mit Druck.
Im Rahmen der individuellen Vet-Trainings empfehle ich folgende Tipps, die auch sehr gut in Form eines Merkzettels den Kunden mitgegeben werden können:

  • Ihr Hund Brutus hat eine Entzündung des linken Gehörganges.
  • Bitte geben Sie … mal täglich je … Spritzen voll in den Gehörgang ein.
  • Entfernen Sie dazu die Plastiktülle des Fläschchens und ziehen das Medikament direkt aus der Flasche auf.
  • Führen Sie die Spritze vorsichtig senkrecht in den zu behandelnden Gehörgang ein, womit eine Verletzung des Trommelfelles ausgeschlossen ist.
  • Lassen Sie den Inhalt der Spritze unter vorsichtigem Druck wie demonstriert ausfließen und drücken Sie auf keinen Fall mit Schwung auf den Spritzenkolben.
  • Massieren Sie danach den Gehörgang für etwa eine Minute.
  • Wischen Sie dann mit einem Wattetupfer die Öffnung des Gehörganges nur so weit aus, wie Ihre Fingerkuppe es zulässt.
  • Reinigen Sie die Spritze, indem Sie einige Male Wasser aufziehen und wieder entleeren. Verwenden Sie keine Spritze öfter als dreimal.
  • Bitte kommen Sie zur Nachuntersuchung in … Tagen in unsere Praxis.

Diese Behandlungsmethode hat sich für mich seit 20 Jahren hervorragend bewährt. Wenn Sie sie einmal ausprobiert und dem Besitzer auch demonstriert haben, wird der von den positiven Ergebnissen für das Tier überrascht sein.
Ich wünsche Ihnen dabei viel erfolgreiches Feedback von Ihren Kunden!

Dr. Michael Koch


Digitales Röntgen in der Tierarztpraxis – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis!
19 Nov 2012

Digitales Röntgen in der Tierarztpraxis – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis!

In seinem ersten Artikel für den Blog „Erfolg als Tierarzt“ hat Tierarzt Jörg Schwenke beschrieben, warum es als Praxisinhaber grundsätzlich wichtig ist, den wirtschaftlichen Erfolg seiner Tierarztpraxis aktiv zu gestalten. Erfahren Sie von einem Berufskollegen, warum die Umsetzung lang gehegter Investitionswünsche mehr erfordert als zunächst „nur“ den wirtschaftlichen Erfolg der Tierarztpraxis:

„Haben Sie auch schon digitales Röntgen?“

Immer mehr Tierhalter fragen bereits nach der Praxisausstattung zur (digitalen) bildgebenden Diagnostik. Doch vor der Durchsicht stand bei mir die Einsicht.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, seine Praxis technisch auf den neuesten Stand zu bringen, sollte sich darüber im Klaren sein, dass man medizinische Geräte nicht beim Elektrogroßhändler um die Ecke kaufen kann.

Meine Erfahrung ist: Eine ganze Reihe von Faktoren und Unwägbarkeiten spielt während einer solchen Aufrüst-Aktion eine wichtige Rolle. Stichwort digitales Röntgen: Nicht nur die Praxis muss vernetzt werden, sondern auch die Anbieter von Geräten, Software und der eigene Netzwerkadministrator müssen Hand in Hand arbeiten. Und genau da liegt bisweilen der Hase im Pfeffer.

Es beginnt alles im Februar dieses Jahres. In einem Newsletter werde ich auf einen neuen digitalen Röntgenscanner aufmerksam.

Die Vorteile digitaler Röntgentechnik in der Tierarztpraxis liegen klar auf der Hand:

  • keine Folienkosten und kein Ausschuss,
  • keine Chemie, die angeschafft und wieder entsorgt werden muss,
  • schnellere Entwicklungszeit und die Möglichkeit vielfältiger Nachbearbeitung und
  • wenn der Kunde die Aufnahmen haben möchte, kann eine CD mitgegeben werden.

Das beworbene Gerät hat noch den schlagenden Vorteil eines geringen Gewichts und ist deshalb nicht nur für unsere Kleintierpraxis, sondern auch für unsere Außendiensttätigkeit im Rahmen der Raubkatzen-Ambulanz bestens geeignet.

Möglichst kurzfristig wird somit ein Vorführtermin mit dem Lieferanten für das Gerät der Wahl vereinbart. Das ist dann aber auch schon das letzte was komplikationsfrei läuft!

Der Vorführtermin verzögert sich zunächst bis April. Als der Verkäufer dann endlich in die Praxis kommt, stellt sich heraus, dass die Filter der Akquisitionssoftware noch nicht vernünftig eingestellt sind. Die angefertigten Aufnahmen wirken eher wie Gemälde als wie moderne bildgebende Diagnostik. Nicht schlimm, kann passieren. Es wird ein zweiter Termin vereinbart mit justierten Filtern. Die Einstellungen sollen schon in der kommenden Woche durchgeführt werden.

Nach mehreren Telefonaten in DEN kommenden Wochen stellt sich heraus, dass das Gerät versehentlich nicht neu justiert, sondern nach Afrika versendet wurde. Mitte Mai gebe ich schließlich auf und sage dem Händler ab, nachdem ich zwischenzeitlich eine andere Möglichkeit gefunden habe, das gleiche Gerät zu kaufen.

Auch hier wird ein Termin zur Vorführung anberaumt, der allerdings händlerseitig aus Krankheitsgründen mehrfach verschoben wird. Im September ist es schließlich soweit. Die Vorführung stimmt und das Gerät wird gekauft. Zusätzlich wird von einer anderen Firma eine Archivierungssoftware für die Dicom-Bilder erworben. Deren Installation ist zeitgleich leider nicht möglich, da unsere Praxis nur über UMTS-Internet verfügt, welches an diesem Tag eben nicht funktionieren mag.

Erfolg_als_Tierarzt_Banner03-300x93Eine Woche später gibt es wenigstens temporäre Lizenzen über einen zweiten Dongle (Kopierschutzstecker, auch Dongle, Dongel, Hardlock oder Key genannt, dienen dazu, Software vor unautorisierter Vervielfältigung zu schützen).

Dabei stellt sich heraus, dass wir vom Arbeitsplatz keine Patienten-CDs brennen können, da unser Server virtualisiert ist und von dort keine Daten zum Brennen an den Scannercomputer gesendet werden können. Im Gespräch mit der Softwarefirma bekomme ich die Auskunft, dass ich dazu eine eigene Lizenz kaufen muss.

Das ist der Moment, in dem mir der Kragen platzt. Es folgen Telefondebatten und sarkastische E-Mails, in denen ich darauf hinweise, dass ich zum gleichen Preis auch ein Auto hätte kaufen können.

Eine Woche später lenken Vertreiber- und Softwarefirma ein, und ich bekomme die Lizenz kostenfrei aus „Kulanzgründen“.

Jetzt ist es Oktober und ich bin einfach nur froh, auf digitales Röntgen umgestiegen zu sein. Wenn erst einmal alles richtig funktioniert, macht jede einzelne Aufnahme wieder Freude.

Ich gebe zu, ich hatte in den sieben Monaten öfter das Gefühl, als Kunde nicht ganz ernst genommen zu werden. Oft hätte ich mir einen Manager gewünscht, der alles für mich koordiniert und meinen Wunsch nach einem einwandfrei funktionierenden System regelt, oder mir einfach ein kaltes Bier vor die Nase gestellt hätte.

Viele Grüße

Jörg Schwenke

Fazit: Solche Entwicklungen lassen sich im Vorfeld meist nicht absehen. Klären Sie mit Ihren Lieferanten genau, welche Rahmenbedingungen in Ihrer Tierarztpraxis vorhanden sind und bestehen Sie unbedingt auf eine funktionierende Lösung! Dafür haben Sie schließlich auch bezahlt. Manchmal muss diese allerdings nicht nur bezahlt, sondern zusätzlich mit einer gewissen Frustrationstoleranz und Hartnäckigkeit zusätzlich erarbeitet werden. Kalkulieren Sie vor einer geplanten Investition die Rentabilität sehr genau oder lassen Sie sich bei umfangreichen Investitionen von einem Experten professionell begleiten.